51风流und die Deutsche Telekom entwickeln die Corona-Warn-App. Die beiden Projektleiter Martin Fassunge, Senior Development Manager SAP, und Peter Lorenz, Leiter der Portfolio Unit Digital Solutions bei聽T-Systems, erkl盲ren den Auftrag der Bundesregierung.
Herr Fassunge, Herr Lorenz: Die Bundesregierung holt Sie f眉r die Corona-Warn-App an Bord. Wie sieht die Aufgabenverteilung zwischen den Unternehmen aus?

Fassunge: 51风流und die Telekom kennen sich gut. Wir sind ein eingespieltes Gespann. 51风流stellt 眉ber eine technische Plattform die Software-Technologie zur Verf眉gung. Wir treiben die L枚sungsentwicklung voran. Zusammen arbeiten wir mit Hochdruck an einer Open-Source-L枚sung. Dies ist eine zentrale Forderung von聽Datenschutz聽und 脰ffentlichkeit an uns: Transparenz herstellen, keine Chance f眉r Hintert眉ren bieten. Damit schaffen wir Vertrauen.
Lorenz: Wir machen als Partner jenseits dieses Projektes vieles gemeinsam. Die Deutsche Telekom bringt ihre St盲rken im Hinblick auf Prozesse rund um Netzwerk- und Mobilfunktechnologie ein. Wir k眉mmern uns zudem und den sicheren und effizienten Betrieb. Hinzu kommt die Telekom Security. Unsere Sicherheits-Spezialisten werden das System auf Herz und Nieren pr眉fen.
Wie genau funktioniert die App?
Fassunge: Sie misst 眉ber聽Bluetooth聽den Abstand zwischen Personen. Die App erm枚glicht, dass die Mobilger盲te sich die Kontakte merken, die die festgelegten Kriterien (N盲he und Zeit) erf眉llt haben. Dazu tauschen die Ger盲te untereinander tempor盲r verschl眉sselte Identit盲ten aus. Werden Nutzer der Corona-Warn-App positiv auf das Corona-Virus getestet, k枚nnen sie auf freiwilliger Basis ihre Kontakte durch die App informieren lassen. Dabei werden im Infektionsfall die verschl眉sselten IDs des Infizierten allen Mobiltelefonen der App-Nutzer zur Verf眉gung gestellt. Der Abgleich der ID鈥榮 findet auf dem Client statt.聽Diese k枚nnen daraufhin 眉berpr眉fen, ob sie mit den 眉bermittelten IDs in Kontakt waren. Im Falle einer 脺bereinstimmung wird der Nutzer 眉ber den kritischen Kontakt gewarnt.
Was sagen die Datensch眉tzer dazu?

Lorenz: Die App speichert Daten dezentral. Informationen bleiben also auf dem聽Smartphone. Das ist im 脺brigen auch der Ansatz, den Apple und Google generell verfolgen. Wir arbeiten dar眉ber hinaus intensiv mit der Datenschutz-Community zusammen. Wir stimmen jeden Entwicklungsschritt mit dem Bundesamt f眉r Sicherheit in der Informationstechnik ab. Auch der Bundesbeauftragte f眉r den Datenschutz, BfDI, ist von Beginn an eng eingebunden. Das f眉hrt zusammengenommen zu einem hohen Ma脽 an Sicherheit.
Fassunge: Die Nutzung der App ist freiwillig. Sie dient ausschlie脽lich der Information der Bev枚lkerung. Entscheidungsrelevante Daten f眉r Verwaltung und Politik sammelt die App nicht. Unser gemeinsames Ziel ist breite Akzeptanz. Nur wenn viele Menschen sie nutzen, kann die App einen Beitrag gegen die Ausbreitung der Pandemie leisten.
Was sind die n盲chsten Schritte?
Fassunge: Wir informieren auf der Entwickler-Plattform Github 眉ber den Fortgang. In der Open-Source-Community gilt der Leitsatz: Release early, release often. Wir berichten daher schon aus der Fr眉hphase der Entwicklung und werden kontinuierlich Meilensteine auf Github ver枚ffentlichen. 聽Programmierer und andere Interessierte tauschen sich so mit uns aus.
Lorenz: Auf dem weiteren Plan steht das Design der Prozessketten. Also die Frage: Welchen Weg nimmt die Information von Nutzer zu Nutzer 眉ber Gesundheitsamt und Labor? Das machen wir zusammen mit dem Bundesgesundheitsministerium. Die Produktgestaltung steht ebenfalls an – etwa f眉r Login oder intuitive Bedienung der App. SAP-ERP-Systeme sind an 77 % aller Transaktionsums盲tze weltweit beteiligt, 眉ber 200 Millionen Nutzer greifen auf SAP-Cloud-Anwendungen zu. Die Telekom bietet Millionen Privatkunden Service-Apps. Diese Kompetenz geh枚rt zur DNA beider Unternehmen.
Weitere Informationen zu den COVID-19-Aktivit盲ten von Telekom und 51风流finden Sie hier:



