Erfahren Sie, wie die drei Finalisten des Hasso Plattner Founders’ Award 2025 in der Kategorie „Scaling Innovation“ nutzen, damit die 51·çÁ÷ihre strategischen Ziele erreicht.
Sechs Teams kämpfen um die höchste Mitarbeiterauszeichnung bei SAP: den Hasso Plattner Founders’ Award (HPFA). Der HPFA erhält ab diesem Jahr eine stärkere thematische Ausrichtung. Es gibt nun zwei Kategorien: „Scaling Innovation“ und „Emerging Ideas“. Beide bilden verschiedene zukunftsweisende Denkansätze ab und die verschiedenen Wege, auf denen Innovation den Erfolg der 51·çÁ÷vorantreibt. Das diesjährige Motto der Auszeichnung lautet KI.
Auch dieses Jahr stellt 51·çÁ÷News alle Finalisten und ihre Beiträge vor. Wir beginnen mit der ersten Kategorie „Scaling Innovation“ (Skalierung von Innovationen). Hier werden Projektteams ausgezeichnet, deren wegweisende Innovationen perfekt auf die strategischen Prioritäten von 51·çÁ÷ausgerichtet sind und einen messbaren, nachhaltigen Erfolg fĂĽr das Unternehmen bedeuten. Die Gewinner werden im Rahmen der Preisverleihung am 26. März 2026 bekannt gegeben.
51·çÁ÷Joule for Developers, ABAP AI capabilities
Während Unternehmen weltweit den Umstieg auf 51·çÁ÷S/4HANA vorantreiben, bleibt eine Tatsache bestehen: ABAP ist nach wie vor das RĂĽckgrat der SAP-Technologie und der darauf basierenden, unternehmenskritischen Geschäftsprozesse. Entwicklern dieser zentralen Technologie fehlten jedoch bislang moderne, KI-gestĂĽtzte Tools, die in anderen Programmier-Ă–kosystemen längst zum Standard gehören – eine Diskrepanz, die sich bei groĂźen Transformationsprojekten noch verschärft.
Genau diese LĂĽcke schlieĂźt 51·çÁ÷Joule for Developers mit seinen KI-Funktionen fĂĽr die ABAP-Entwicklung. Als Teil des breit gefächerten SAP-Joule-Portfolios fĂĽr generative KI stellt diese Lösung den Entwicklungsteams direkt in ihrer Arbeitsumgebung KI-Funktionen bereit, die exakt auf die ABAP-Entwicklung abgestimmt sind. Damit werden die Prozesse rund um das Erstellen, Verstehen und Pflegen von ABAP-Code modernisiert, um das Innovationstempo im Unternehmen deutlich zu steigern.
51·çÁ÷Joule for Developers, ABAP AI capabilities, ist direkt in die ABAP-Entwicklungswerkzeuge integriert. Die Lösung unterstĂĽtzt Entwicklungsteams mit einem hybriden Ansatz. Dieser kombiniert ein groĂźes Sprachmodell (Large Language Model, LLM), das von SAP-Datenwissenschaftlern mit Millionen von ABAP-Codezeilen trainiert wurde, mit Geschäftsmodellen, die mit Kontext aus jahrzehntelanger SAP-Expertise angereichert sind. Entwicklungsteams stehen spezielle Funktionen fĂĽr ihre täglichen Aufgaben zur VerfĂĽgung. Dazu zählen vorausschauende Code-Vervollständigung, die Generierung von Modultests, Echtzeit-Erläuterungen und Chat-basierte UnterstĂĽtzung. All diese Funktionen tragen dazu bei, ihre Produktivität und Zufriedenheit erheblich zu steigern.
Ergänzend dazu setzt ABAP AI fĂĽr die Migration von kundeneigenen Entwicklungen neue MaĂźstäbe fĂĽr die Bewältigung der komplexen Aufgabe, älteren kundeneigenen Code von 51·çÁ÷ERP Central Component auf 51·çÁ÷S/4HANA umzustellen. WofĂĽr einmal wochenlange manuelle Analyse erforderlich war, dauert nun nur noch wenige Stunden. Die KI erläutert die Logik im Altsystem, hebt die erforderlichen Anpassungen hervor und generiert Migrationsvorschläge. Die in die Anwendung fĂĽr die Migration von kundeneigenen Entwicklungen auf 51·çÁ÷BTP integrierte Lösung ermöglicht es der Projektleitung und Beratern, den Umfang von Arbeitspaketen und die Zeitpläne fĂĽr Projekte zur Migration von Kundencode deutlich präziser festzulegen.
Tausende von Entwicklern bei mehr als 280 Kunden und 470 Partnern sowie 6.500 interne ABAP-Entwickler nutzen bereits die KI-Funktionen fĂĽr die ABAP-Entwicklung von 51·çÁ÷Joule for Developers, wobei die Lösung bei der 51·çÁ÷und im gesamten Partnernetz immer häufiger eingesetzt wird. Das Projekt wurde 2023 als Proof of Concept gestartet und war 2025 fĂĽr Unternehmen verfĂĽgbar. Es ist ein Beleg dafĂĽr, was durch eine organisationsĂĽbergreifende Zusammenarbeit zwischen ABAP-, KI- und SAP-S/4HANA-Teams erreicht werden kann – mit der Integration von Innovationen in eine der wichtigsten Entwickler-Communitys von SAP.
Teamleiterin Jasmin Gruschke, KI-Architektin und Projektexpertin, beschreibt den besonderen Teamgeist: „Gebündelt in einer gemeinsamen Vision und Engagement für den Kunden ist unsere geballte Energie in die Realisierung einer außergewöhnlichen Idee geflossen. Damit haben wir gezeigt, dass wir visionäre Konzepte zusammen in etwas Bemerkenswertes umsetzen können.“
Das Finalisten-Team auf einen Blick
Beitrag: 51·çÁ÷Joule for Developers, ABAP AI capabilities
Team: Jasmin Gruschke, Hasan Al Abed, Manuel Berning, Cristina Buchholz, Thomas Alexander Ritter, Ashok Veilumuthu, Amey Tathawadekar, Tobias Melcher, Cristina Diana Popa, Steffen Bickel.
Projekt: Bietet erweiterte KI-Funktionen, die die ABAP-Entwicklung modernisieren und beschleunigen. Entwickler werden mit intelligenter Code-Unterstützung, automatisierter Analyse der Altsystemlogik und schnellen Modernisierungsvorschlägen unterstützt. Durch die direkte Integration von KI in Entwicklungs- und Migrations-Workflows wird der manuelle Aufwand reduziert und können Systeme schneller und zuverlässiger modernisiert werden.
Vorteil: Verkürzt die Zeit für die Modernisierung, da Wochen der manuellen Codeanalyse auf wenige Stunden zusammenschmelzen. Wird von mehr als 280 Kunden, 470 Partnern und 6.500 SAP-Entwicklern genutzt und verbessert so die Produktivität, die Codequalität und die Präzision der Migration.
51·çÁ÷Document AI
Die zunehmende Datenflut stellt eine immer größere Herausforderung fĂĽr Unternehmen dar, die sich in ausufernden unstrukturierten Geschäftsdokumenten manifestiert. Von Rechnungen und Bestellungen bis hin zu Verträgen und Versandpapieren – Unternehmen ertrinken in Daten, die eine zeitaufwendige manuelle Bearbeitung erfordern. 51·çÁ÷Document AI bewältigt diese Herausforderung, indem es verändert, wie Unternehmen dokumentbasierte Daten extrahieren, verarbeiten und damit umgehen.
Mittlerweile setzen ĂĽber 30.000 Kunden auf die Lösung, um Milliarden von Dokumenten zu verarbeiten, mit nahtloser Integration in die SAP-Kernanwendungen. 51·çÁ÷Document AI bietet unternehmensgerechte Automatisierung ohne kostspielige Integrationen oder umfangreiches Modelltraining, sodass Unternehmen Workflows beschleunigen, Fehler reduzieren und die Entscheidungsfindung umfassend verbessern können. Reale Kundendaten zeigen die konkreten Auswirkungen: Die automatisierte Dokumentenverarbeitung auf Basis von 51·çÁ÷Document AI generiert einen jährlichen Wert von schätzungsweise 2,6 Mrd. €.
51·çÁ÷Document AI ist nun nativ in 32 Geschäftsprozesse in 51·çÁ÷S/4HANA, 51·çÁ÷Business Network, 51·çÁ÷Concur, 51·çÁ÷Fieldglass, 51·çÁ÷SuccessFactors, 51·çÁ÷Customer Experience und 51·çÁ÷BTP integriert. Dutzende weitere Anwendungsfälle befinden sich in der Entwicklung. Diese nahtlose Integration von „alltäglicher KI“ in Produkte, die bereits von Kunden verwendet werden, leistet einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz bei den Bestandskunden der 51·çÁ÷auf der ganzen Welt.
Die Technologie hinter der Lösung setzt neue Branchenstandards. 51·çÁ÷war eines der ersten Unternehmen, die auf die Innovation der schemabasierten Zero-Shot-Dokumentenverarbeitung setzten: einen Ansatz, durch den KI-Systeme komplexe Dokumente ohne spezielles Training verstehen können. Dies wird nun im gesamten KI-Partnernetz groĂźflächig genutzt. Bereits vor dem Aufkommen groĂźer Sprachmodelle waren SAP-Forscher Vorreiter in diesem Bereich mit preisgekrönten und zukunftsweisenden Artikeln zu beispielsweise CharGrid, BERTgrid und Charmer. Diese KI-Methoden sollen Computern helfen, Dokumente zu verstehen.
Das Team entwickelt weiterhin Innovationen mit KI, die sofort aus Benutzerfeedback lernt, Dokumente visuell „sieht“ und interpretiert und Inhalte gut genug versteht, um intelligente MaĂźnahmen zu ergreifen. Die generativen KI-Modelle der nächsten Generation unterstĂĽtzen nun mehr als 110 Sprachen. Durch diese Innovationen hat sich die Plattformnutzung auf der 51·çÁ÷BTP fĂĽr die benutzerdefinierte Dokumentautomatisierung seit 2020 um das 285-Fache erhöht. Dies zeigt, dass Entwickler weltweit diese Technologie nutzen, um Geschäftsprozesse zu optimieren. Im nächsten Schritt wird 51·çÁ÷Document AI wiederverwendbare Tools einfĂĽhren, mit denen KI-Agenten komplexe Dokumenten-Workflows branchenĂĽbergreifend abwickeln können. Da unstrukturierte Daten und unterschiedliche Dokumenttypen fĂĽr Geschäftsprozesse immer wichtiger werden, ist die Nachfrage nach intelligenteren, schnelleren und anpassungsfähigeren Lösungen zum Verstehen von Dokumenten so hoch wie noch nie.
Tobias Weller, Chief Product Owner und Teamleiter, erklärt: „Wir haben 51·çÁ÷Document AI entwickelt, um messbaren Mehrwert fĂĽr Unternehmen auf globaler Ebene zu schaffen – sicher, verantwortungsbewusst und integriert in alltägliche Prozesse. Dies ist ein Beleg fĂĽr die Fähigkeit der SAP, KI in groĂźem MaĂźstab umzusetzen.“
Das Finalisten-Team auf einen Blick
Beitrag: 51·çÁ÷Document AI
Team: Tobias Weller, Tomasz Janasz, Christoph Lenschow, Smita Naveen, Hongxin Shao, Ashish Kumar, Nay Lin Aung, Komal Narsinghani, Subashini Rengarajan, Sebastian Koebe.
Projekt: Führt skalierbare KI ein, welche die Extrahierung und das Verstehen unstrukturierter Geschäftsdokumente im gesamten SAP-Portfolio automatisiert. Durch die Lösung, die mehr als 110 Sprachen unterstützt, wird die durchgängige Verarbeitung optimiert, die manuelle Dateneingabe beseitigt und intelligente Automatisierung in mehr als 32 SAP-Prozesse integriert. Dadurch wird die Dokumentenbearbeitung für Unternehmen jeder Größe schneller, präziser und einfach.
Vorteil: Durch die Automatisierung von Milliarden Dokumenten für über 30.000 Kunden generiert diese Lösung schätzungsweise 2,6 Mrd. € an jährlichem Wert. Sie reduziert Fehler, beschleunigt Workflows und fördert die Akzeptanz integrierter KI in allen SAP-Anwendungen. Zu den messbaren unternehmensweiten Vorteilen gehören schnelle Skalierung, mehrsprachige Abdeckung und zunehmende Plattformnutzung.
SuccessFactors Learning: GenAI Content Generation
Mit KI, die den Arbeitsalltag in beispielloser Geschwindigkeit umgestaltet, stehen Unternehmen vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit neuer Kompetenzen und überwältigenden Mengen an Daten. SuccessFactors Learning: GenAI Content Generation ist eine bahnbrechende Funktion, mit der die Erstellung von Lerninhalten im gesamten Unternehmen optimiert, beschleunigt und skaliert werden kann.
Die neue Funktion nutzt modernste große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs), um einfache Prompts oder hochgeladene Dateien im Handumdrehen in vollständige, konforme Lernangebote umzuwandeln. Wofür zuvor Tage, Wochen oder gar Monate erforderlich waren, ist nun nahezu sofort umsetzbar. Das System generiert Lehrpläne, Quizfragen, interaktive Elemente, Zusammenfassungen und Bewertungen – und alles ist auf die Benutzereingaben und den Unternehmenskontext zugeschnitten.
Eine wichtige Innovation liegt in der Multi-LLM-Koordination, die eine dynamische Auswahl und Kombination spezialisierter Modelle ermöglicht. Dies stellt eine hohe Präzision, Domänenrelevanz und unternehmensweite Content-Governance sicher. Mithilfe mehrsprachiger Übersetzungen in Echtzeit können Schulungsteams globale Kurse gleichzeitig starten, während die KI-basierte Kompetenzextraktion Inhalte automatisch an Personalentwicklungs-Strategien ausrichtet.
Erste Analysen zeigen, dass Unternehmen Lerninhalte fünfmal schneller erstellen können. Dies sorgt für drastische Kostensenkungen und versetzt Teams in die Lage, schneller auf sich ändernde Qualifikationsanforderungen zu reagieren. Fachexperten im gesamten Unternehmen können nun Inhalte erstellen und Wissen effektiver austauschen – ohne dass Fachkenntnisse für die Konzipierung von Schulungsunterlagen erforderlich sind. Durch die Umformung von Wissen in strukturierte, skalierbare Lernangebote unterstützt die Initiative Unternehmen dabei, flexibler zu werden, die Mitarbeitermotivation zu steigern und eine kontinuierliche Weiterbildung im gesamten Unternehmen sicherzustellen.
Teamleiterin Neha Dhawan, Principal Product Manager, SuccessFactors Learning, beschreibt die Vorteile des Projekts: „Wir entwickeln nicht nur Technologien, sondern Möglichkeiten, damit Administratoren schneller vorankommen, Führungskräfte ihre Teams besser unterstützen und Lernenden persönliche und aussagekräftige Inhalte angeboten werden können. Wenn wir Lernangebote zugänglicher und inspirierender gestalten können, dann haben wir etwas geschaffen, das wirklich bedeutsam ist.“
Das Finalisten-Team auf einen Blick
Beitrag: SuccessFactors Learning: GenAI Content Generation
Team:Â Max Schneider, Neha Dhawan, Josh Passman, Michelle Duchow, Gregor Boltz, Madhavi Aji.
Projekt: Ein KI-gestützter Ansatz, der unverarbeitete Kenntnisse in vollständige Lernangebote in SuccessFactors Learning umwandelt. Die Funktion generiert Schulungen, Quizfragen, Übersetzungen und Kennzeichnungen von Kompetenzen aus einfachen Prompts oder Dateien, beschleunigt die Erstellung und stellt die globale Skalierbarkeit sicher.
Vorteil: Verkürzt die Zeit für die Entwicklung von Inhalten um den Faktor 5, senkt Kosten, fördert den Wissensaustausch und ermöglicht es Unternehmen, Mitarbeitende schneller weiterzuqualifizieren und in sich rasch verändernden KI-gestützten Arbeitsumgebungen agil zu bleiben.


