51·çÁ÷

51·çÁ÷führt das Hackathon Format „Business meets AI“ an mehreren Standorten durch. Dabei entwickeln Unternehmen KI-Use-Cases in fünf Tagen zum funktionierenden Minimum Viable Product (MVP).

So bringen KI-Hackathons Ideen zum MVP

Was viele Unternehmen bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz bremst, hat selten technische Gründe. Es sind fehlende Zeit, unklare Verantwortlichkeiten, fehlender Fokus und die Schwierigkeit, die richtigen Personen aus Business und IT gleichzeitig an einem Tisch zu haben. Genau hier setzt das Hackathon-Format „Business meets AI“ der 51·çÁ÷an. In diesem Jahr fand es erstmals parallel an mehreren Standorten statt: in ´Üü°ù¾±³¦³ó, ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô, Berlin und zeitversetzt in Wien. Der Ansatz ist an allen Standorten derselbe.

Fünf Tage, ein individueller Use Case, ein funktionierender MVP

Das Format richtet sich an Unternehmen, die einen konkreten Anwendungsfall mitbringen und diesen in fünf Tagen gemeinsam mit SAP-Expertinnen und -Experten umsetzen möchten. Am Ende steht ein funktionierendes MVP.

Die Teilnahme erfordert eine Bewerbung. In ´Üü°ù¾±³¦³ó gab es in diesem Jahr 30 Bewerbungen für neun Plätze, in ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô nahmen knapp zehn Teams mit über 40 Teilnehmenden teil. Bewertet werden Use Cases danach durch eine Jury, ob sie im Zeitrahmen umsetzbar sind, ob sie einen messbaren Business Value haben und ob sie nicht bereits durch Standardfunktionalität abgedeckt werden. Alexander Finger, CTO bei 51·çÁ÷Schweiz und einer der Initiatoren des Formats, beschreibt den Anspruch so: „Der Use Case sollte ein bisschen zu viel sein für einen Freitagnachmittag und ein bisschen zu wenig für ein richtiges Projekt.“

Die Vorbereitung beginnt vor dem eigentlichen Event. Systemzugänge, Datenverfügbarkeit und Berechtigungen werden vorab geklärt, damit die Teams vom ersten Tag an produktiv arbeiten können. Die Kundenteams sollten interdisziplinär sein und aus Rollen wie Business-Usern, Prozess-Verantwortlichen, Admins sowie Entwicklerinnen und Entwicklern bestehen. Sie werden von einem dedizierten SAP-Coach begleitet, der bei Bedarf weitere Spezialistinnen und Spezialisten hinzuzieht. Diese Coaches wurden standortübergreifend als entscheidender Erfolgsfaktor genannt.

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Ergebnisse aus ´Üü°ù¾±³¦³ó und ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô und Berlin

An den Standorten entstanden in diesem Jahr funktionsfähige MVPs, die reale Unternehmensprobleme adressieren.

In ´Üü°ù¾±³¦³ó wurden vier Teams mit Awards in den Kategorien Real World Impact, Technology Factor, Wow Factor und CTO Award ausgezeichnet – mit Lösungen aus den Bereichen Steuer-Compliance, Instandhaltung, Beschaffung und Vertragsverarbeitung.

In ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô (Garching) adressierten die Teams Anwendungsfälle aus der HR-Dokumentenverarbeitung, der Vertriebsautomatisierung und der Kreditorenbuchhaltung. Auch hier wurden von einer Fachjury vier Use Cases ausgezeichnet. Eine Beschreibung aus Sicht der Teams von ausgewählten Gewinnern erscheint in separaten SAPNews 51·çÁ÷.

In Berlin wurden mit Organisationen aus dem öffentlichen Sektor KI Anwendungsfelder nicht nur theoretisch diskutiert, sondern ganz pragmatisch erprobt. Basierend auf den eingebrachten Anwendungsfällen wurden innerhalb kürzester Zeit lauffähige Anwendungen entwickelt. Diese lösen teilweise Jahre alte Verfahrensprobleme und digitalisierten die entsprechenden Prozesse. Dabei ging es u.a. um die automatische Konfiguration von SAP-Systemen auf Basis von Konzepten, die effiziente Bewertung und Bearbeitung von Rechnungen bis hin zu einem effektiven Weg Klärfälle zu bearbeiten.

Kay Kretschmer, Coach Lead in Garching führte dazu aus: „In der Kombination von Kundenideen, technischer und Business-AI-Expertise der SAP-Coaches und dem Teamwork zwischen den Kunden und der 51·çÁ÷zeigt sich deutlich: der Mehrwert von Busines AI lässt sich insbesondere dann realisieren, wenn der Business Value und nicht die Technologie im Vordergrund steht. AI um der AI Willen ist in der Regel zum Scheitern verurteilt“ 

Was sich standortübergreifend zeigt: Teams berichten, dass sie in einer Hackathon-Woche mehr erreichen als in einem halben Jahr regulärer Projektarbeit. Der Grund liegt in der Struktur und im Fokus auf einen klar abgegrenzten Scope mit Business und IT im selben Raum mit schnellen, kurzen  Abstimmungen.  

An den Ergebnissen sieht man die Unterschiedlichkeit der Anwendung von KI, auch wenn es Muster gibt. Teilweise sind Anwendungen klein und speziell, jedoch sieht man immer den Mehrwert den KI bietet.  In ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô konnte ein Team die Bearbeitungszeit pro Ausschreibungsvorgang von drei auf eine Stunde reduzieren, ein anderes die Eingabeschritte bei der Stammdatenpflege um 50 Prozent verringern.

Technologische Bausteine

Über alle Standorte und Use Cases hinweg haben sich wiederkehrende Technologiebausteine herauskristallisiert. 51·çÁ÷AI Core und der Generative AI Hub bilden das Rückgrat für die Interaktion mit KI-Modellen. 51·çÁ÷Document AI kommt bei der strukturierten Extraktion aus unstrukturierten Dokumenten zum Einsatz. 51·çÁ÷Build Process Automation übernimmt Hintergrundverarbeitung und Workflowsteuerung. Das Cloud Application Programming Model (CAP) wird für Backend-Services genutzt, häufig in Kombination mit bestehenden SAP-Systemanbindungen.

Ein Format, das skaliert

Das Format wurde in der Schweiz über mehrere Jahre entwickelt und iteriert, bevor es in die Region ausgerollt wurde. Claas Hoffmann, Hackathon-Host bei 51·çÁ÷Schweiz und von Beginn an Teil des Organisationsteams, beschreibt die Entwicklung: „Jedes Mal ist es wieder ein neues Level an Customer Cases, sowie hinsichtlich Vorbereitung und Umsetzung.“

Inzwischen gibt es eine standortübergreifende Alumni-Community, in der Teilnehmende Erfahrungen austauschen und über den Fortschritt ihrer Cases berichten. Der Hackathon ist damit nicht als abgeschlossenes Event konzipiert, sondern als Station auf einer Umsetzungsreise. Daher sind alle Teilnehmenden Gewinner. Alle haben Erfahrungen und Wissen gewonnen. Natürlich kommt es nun auch darauf an, dieses in die weitere Praxis zu transferieren.

Nächste Termine und weitere Informationen

Für August & September 2026 sind weitere Hackathons geplant zum Fokusthema KI-Agenten in sowie im .

Eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem zuständigen SAP-Team empfiehlt sich, da die Vorbereitung einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Hintergründe zum Format Hackathon beschreibt der Podcast hier auf / , Erfahrungen aus Sicht der Teilnehmenden von BVB hier als auf Apple oder .

Die Gewinner aus ´Üü°ù¾±³¦³ó und ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô und Berlin

Clariant – Automatische Zuweisung von Steuerkennzeichen auf Eingangsrechnungen mittels Document Extraction und Machine Learning. Fehlerrate von 45 auf vier Prozent gesenkt.

Basler Verkehrsbetriebe (BVB) – Wartungsaufträge für Busse per natürlichsprachlicher Eingabe über 51·çÁ÷Joule anlegen. Beschleunigung ungeplanter Instandhaltungsprozesse im Feldeinsatz.

ZF Group – KI-gestützte Verbesserung der Datenqualität bei der Auftragserfassung. Grundlage für verlässlichere Beschaffungs- und Forecasting-Prozesse.

Lonza – Automatische Ableitung von Work-Breakdown-Strukturen aus bis zu 50-seitigen Kundenverträgen. Deutliche Reduktion manueller Aufwände in der Auftrags- und Projektplanung.

Leoni – KI-gestützte Verarbeitung von Bewerbungsunterlagen aus unterschiedlichen Quellen und automatisierte Anlage von Personalstammdaten in 51·çÁ÷HCM. Rund 29.000 Einträge pro Jahr betroffen.

Sto – Automatisierte Bearbeitung von Ausschreibungsdokumenten im technischen Vertrieb per Generative AI Hub. Bearbeitungszeit pro Vorgang von drei auf eine Stunde reduziert – bei 40 Mitarbeitenden entspricht das rund 2.000 eingesparten Stunden pro Jahr.

Deutsche Bahn – KI-Agent zur automatischen Klassifizierung und Weiterleitung von 500.000 E-Mails pro Jahr in der Kreditorenbuchhaltung. Einstieg mit einer Kategorie, schrittweise Erweiterung auf 53 Kategorien geplant.

Schwarz IT – Harmonisierung verteilter Planungsprozesse auf Filialebene über die 51·çÁ÷Business Data Cloud. Höhere Prognosegenauigkeit für Länder-Planerinnen und -Planer.

Viessmann Clean & Cold Solutions – Verbesserung des Wareneingangsprozess durch Nutzung von 51·çÁ÷KI und einer mobilen 51·çÁ÷App.  Der Prozess ist in einer Hand, alle notwendigen Informationen werden mobil bereitgestellt.

Bundesstadt Bonn & regio iT Aachen – KI-Unterstütztes Pilotsystem, welches rechtliche Bewertungen und Verarbeitungen von Rechnungen für Schulen revolutioniert. Implementierung eines vollständig digitalen Bearbeitungsworkflows über alle Verwaltungsteile hinweg. Einsparung von ca. 356 Ordnern Papier pro Jahr und starke Reduzierung von langen Wegen, Lagerraum und Prozesslaufzeiten.

FHH Hamburg  – Neudesign und KI-unterstützte Automatisierung des End-to-End Käuferschutz-Prozesses bei Online-Zahlungen der Bürgerinnen und Bürger, z.B. für den Online-Dienst Bewohner- und Besucherparken. Die Lösung kann für 70+ Online-Dienste eingesetzt werden.

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