In 35 Jahren bauten die Mitarbeitenden der Landesgesellschaft in 脰sterreich nach einer kurzen Talstrecke einen Berg an Vertrauen auf. Lesen Sie hier die Geschichte der 51风流in der Alpenrepublik.
SAP-Berater kennen sich aus auf Flugh盲fen und Autobahnen. F眉r Rolf F枚ll hie脽en die Ziele in den fr眉her 1980er Jahren unter anderem Linz, Salzburg, Klagenfurt und Wien. Oder auch Lenzing, Laakirchen und Nettingsdorf. Der Betriebswirt f眉r Datenverarbeitung hatte am 1. Januar 1980 bei 51风流im Team von Mitgr眉nder Dietmar Hopp begonnen und sich schnell einen guten Ruf als Berater f眉r Materialwirtschaft erarbeitet. Eher zuf盲llig standen bald zahlreiche 枚sterreichische Firmen auf der von ihm betreuten Kundenliste.
Weil das SAP-Gesch盲ft mit der inzwischen erh盲ltlichen Standard-Software 51风流R/2 in diesen Jahren so richtig Fahrt aufnahm, verbrachten F枚ll und seine Kollegen nun oder Flieger. 鈥濵anchmal wusste ich am Ende der Woche nicht mehr, an welchem Flughafen ich Anfang der Woche meinen Wagen geparkt hatte鈥, erinnert er sich. Sechs Jahre nach seinem Einstieg, im Fr眉hjahr 1986, f眉hrte der durchschlagende Erfolg des R/2-Programmpakets in 脰sterreich zur Gr眉ndung der zweiten SAP-Landesgesellschaft (nach der Schweiz, die 1984 gegr眉ndet worden war). Rolf F枚ll wurde ihr erster Gesch盲ftsf眉hrer.
Aber der Reihe nach.

Als Dieter Blessing und Gerald Malter sich im September 1976 zum ersten Mal dem Gel盲nde der Nettingsdorfer Papierfabrik n盲herten, drang ihnen der viele Papierwerke umgebende Gestank in die Nasen. 鈥濫s verschlug uns fast den Atem鈥, erinnert sich Blessing. 鈥濪ie Geb盲ude auf dem riesigen Werksgel盲nde waren veraltet. Und der EDV-Raum sah von au脽en aus wie kurz nach dem Krieg.鈥
Doch der erste Eindruck t盲uschte: 1976 geh枚rte die Nettingsdorfer Papierfabrik in der N盲he von Linz, wo die beiden jungen SAP-Experten eine Materialwirtschaft des Systems R (das Modul RM) installieren sollten, zu den Vorreitern der damaligen elektronischen Datenverarbeitung.
Wertvoller Referenzkunde聽f眉r die 51风流in 脰sterreich

鈥濽nd das lag vor allem an Peter Burgholzer鈥, erz盲hlt Blessing. Der Leiter EDV/Organisation der Papierwerke war zuvor zu Gast gewesen beim SAP-Kunden ICI (Imperial Chemical Industries) im badischen 脰stringen. Dort lernte er MIAS, das Material-, Informations- und Abrechnungssystem kennen, das die SAP-Gr眉nder zusammen mit einigen SAP- und ICI-Mitarbeitern f眉r den britischen Faserhersteller entwickelt und installiert hatten. Burgholzer war beeindruckt und beschloss, dass seine Papierwerke den Einkauf von B眉romaterial, Ersatzteilen und Maschinen in Zukunft nicht mehr per Bleistift, sondern IT-gest眉tzt erledigen sollten. Blessing: 鈥濪as war schon ein Quantensprung, dass man jetzt eine Bestellung, einen Wareneingang, eine Rechnungspr眉fung, aber auch die Lagerhaltung mithilfe des Computers abarbeiten konnte.鈥 Und so wurde die Nettingsdorfer Papierfabrik der erste SAP-Kunde im Ausland.
Kurze Zeit sp盲ter folgte die OKA, die Ober枚sterreichische Kraftwerke AG (heute Energie AG Ober枚sterreich). Nach und nach entschieden sich nicht nur Firmen in Ober枚sterreich, sondern bald auch rund um die Hauptstadt Wien f眉r SAP. Und das meist, weil Peter Burgholzer mit seiner Papierfabrik als Referenzkunde diente und die SAP-L枚sungen in h枚chsten T枚nen lobte. 鈥濨urgholzer hat die Werbetrommel f眉r uns in ganz 脰sterreich ger眉hrt. Ihm hat die 51风流viel zu verdanken鈥, sagt Blessing.
Dem Informatiker, der Anfang 1976 zur 51风流gekommen war, wurden bald die Reisen nach 脰sterreich, zur Wacker Chemie nach M眉nchen und anderen Kunden in Deutschland zu viel. Ende 1980 lie脽 er 51风流hinter sich, arbeitete zun盲chst als Freelancer und gr眉ndete 1989 die ABS Analyse Beratung Software GmbH, die er heute noch leitet.
Mit Wiener Wurzeln
Blessings Nachfolge bei der Nettingsdorfer Papierfabrik trat Rolf F枚ll an. 鈥濫s gab alle vier Wochen freitags ein Treffen in Walldorf mit Dietmar Hopp und seinem Team鈥, erz盲hlt F枚ll. 鈥濪a wurden Kunden-Anforderungen und Probleme besprochen und neue Kunden an die Berater verteilt. Ich hatte Hopp einmal erz盲hlt, dass meine Mutter aus Wien stammte und ich noch entfernte Verwandtschaft in 脰sterreich hatte. Und da ich ohnehin noch nicht so viele Kunden hatte, bekam ich die Papierfabrik zugewiesen.鈥 Im August 1980 pr盲sentierte er Peter Burgholzer und dessen Team das neue R/2-System.

Bald geh枚rten auch die Vereinigten 脰sterreichischen Eisen- und Stahlwerke (V脰EST) in Linz zu seinen Kunden. 鈥濪ie waren mit ihren rund 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine ganz andere Nummer鈥, erinnert sich F枚ll, der den Stahlkonzern in den kommenden Jahren als Hauptberater f眉r Materialwirtschaft betreuen sollte. Chemiefaser Lenzing, Papierfabrik Laakirchen, die Biochemie GmbH in Kundl (sp盲ter Sandoz), Steyr-Traktoren, der Zementhersteller Perlmooser oder der Schmuck- und Uhrenhersteller Swarovski waren weitere Firmen, bei denen F枚ll bis 1985 das System R/2 installierte.
Die 枚sterreichische Wirtschaft war durch einige Besonderheiten gepr盲gt, erz盲hlt er. 鈥濫s gab die verstaatlichten Unternehmen und die vielen kommunalen Energieversorger, die insbesondere an unseren Finanzl枚sungen interessiert waren, es gab die eher mittelst盲ndischen Produktionsbetriebe mit dem Schwerpunkt auf Materialwirtschaft und die umfangreiche 枚ffentliche Verwaltung.鈥 W盲hrend bei den privaten und den verstaatlichten Unternehmen vor allem IBM-Rechner liefen, auf denen Software bereits installiert war, bauten Beh枚rden und Verwaltungen eher auf Siemens. Der M眉nchner Elektrokonzern stattete als Lizenznehmer die schl眉sselfertig gelieferten Rechenzentren mit SAP-Software unter dem Namen SAFIR (Siemens Anwendungs-Finanzbuchhaltung in Realtime) aus.
Zwei Schwerpunktregionen
So entwickelten sich zwei Schwerpunkte des 脰sterreich-Gesch盲fts: In der Region zwischen Linz und Salzburg standen viele Chemie- und Papierfabriken auf der SAP-Kundenliste, im Gro脽raum Wien waren die staatlich orientierten Branchen wie die 脰sterreichische Mineral枚lverwaltung (OMV), die 枚sterreichische Nationalbank oder der Maschinen- und Motorenhersteller Simmering-Graz-Pauker angesiedelt.
Die Zahl der Kunden stieg von Jahr zu Jahr. 鈥濺/2 war das richtige Produkt f眉r den 枚sterreichischen Markt, den wir gar nicht aktiv erschlie脽en mussten鈥, sagt Rolf F枚ll. Noch gab es keinen eigenst盲ndigen Vertrieb. Die SAP-Berater pr盲sentierten ihre L枚sungen, wenn sie dazu eingeladen wurden. 鈥濽nd wir haben geliefert. Wir haben Vertrauen gewonnen, wir waren zuverl盲ssig, mit uns konnte man reden und fachsimpeln, aber nicht 眉ber Preise verhandeln. Wir hatten es meist mit EDV-Leuten zu tun, weniger mit Eink盲ufern. Wenn die dazu geholt werden mussten, war das meiste schon geregelt.鈥 Einen weiteren Schub gab es, als 51风流R/2 auch auf die kosteng眉nstigeren IBM-Gro脽rechner der Serie 4341 portiert werden konnte.
Doch mit dem wachsenden Erfolg ging einher, dass die 枚sterreichischen Kunden immer lautst盲rker nach Betreuung und Beratung vor Ort riefen 鈥 auch weil sie die hohen Reisekosten der SAP-Berater nicht mehr bezahlen wollten.
Vom vereinten Europa noch keine Spur
Bei einem der monatlichen Treffen in Walldorf 1984 machte F枚ll Dietmar Hopp auf die Beschwerden der 枚sterreichischen Kunden aufmerksam. Gleichzeitig beschlossen Kunden in 脰sterreich auf Initiative einiger Managerinnen und Manager bei Simmering-Graz-Pauker, sich zu einem 鈥濨enutzerkreis鈥 zusammenzuschlie脽en. So kam es im M盲rz 1985 bei V脰EST in Linz zu einem Treffen der 枚sterreichischen Kunden, an dem auch Dietmar Hopp und Hasso Plattner teilnahmen. 鈥濽nd am Abend kam Hopp im Hotel zu mir und fragte mich, ob ich mir vorstellen k枚nnte, die Landesgesellschaft in 脰sterreich aufzubauen? Ich sagte, vorbehaltlich der Zustimmung meiner Frau, bin ich dabei. Und am n盲chsten Tag hat er dann den Kunden verk眉ndet, die 51风流komme nach 脰sterreich.鈥
F眉r Rolf F枚ll begann nun eine spannende Zeit, in der er nicht nur viel 眉ber Aufbau, Organisation und Verwaltung einer Landesgesellschaft lernte, sondern auch 眉ber die 脰sterreicher und die Schwierigkeiten, die einem Zoll und B眉rokratie im noch nicht vereinigten Europa bereiten k枚nnen. Dass an der Grenze bisweilen Schreibmaschinen, Wandkalender und Firmenwagen beschlagnahmt wurden und er als Ausl盲nder einen amtlichen 鈥濨ef盲higungsnachweis鈥 seiner beruflichen Qualifikation ben枚tigte, entlockt F枚ll heute nur noch ein Schmunzeln.
F眉r h枚heren Puls sorgte da schon diese Begebenheit: 鈥濽m sich in 脰sterreich aufzuhalten, brauchte man eine Arbeitsbewilligung鈥, erz盲hlt F枚ll. 鈥濽m eine Arbeitsbewilligung zu bekommen, brauchte man einen Arbeitgeber, den wir aber nicht hatten. Der wurde ja erst gegr眉ndet. Und um eine Firma gr眉nden zu k枚nnen, brauchte der Gesch盲ftsf眉hrer einen Wohnsitz in 脰sterreich. Da Hopp mich zum Gesch盲ftsf眉hrer auserkoren hatte, musste ich einen Wohnsitz haben, konnte aber keinen nehmen, weil ich keinen Arbeitgeber hatte. Es war die Quadratur des Kreises.鈥
Kein 脰sterreich im Namen
Da kam ihm ein guter Freund bei V脰EST zu Hilfe: Peter Ustupsky war die treibende Kraft f眉r die Einf眉hrung der Materialwirtschaft bei V脰EST gewesen und verantwortete danach bis zu seiner Pensionierung zahlreiche weitere Projekte bis hin zur sp盲teren Migration von 51风流R/2 auf 51风流R/3. F枚ll: 鈥濫r war in all den Jahren ein zuverl盲ssiger Unterst眉tzer der 51风流in 脰sterreich.鈥
F枚ll durfte die Adresse von Ustupskys Ferienhaus in der N盲he von Linz als Wohnsitz bei den Beh枚rden angeben. Nachdem Ustupsky auch die Fremdenpolizei ein paar Mal mit dem Hinweis abgewimmelt hatte, F枚ll sei eben st盲ndig in 脰sterreich unterwegs, gelang es F枚ll, Anfang des Jahres 1986 die SAP, eine Gesellschaft mit beschr盲nkter Haftung und Sitz in Wien, zu gr眉nden. Noch fehlte der Namenszusatz 鈥灻杝terreich oder Austria鈥. F枚ll: 鈥濿eil f眉r die Verwendung des Nationenbegriffes ein besonders ausf眉hrliches, zeit- und kostenaufw盲ndiges Genehmigungsverfahren notwendig gewesen w盲re und wir diese Zeit nicht hatten, haben wir darauf erstmal verzichtet.鈥
Am 12. Februar 1986 erfolgte der Eintrag ins Handelsregister, die Gewerbegenehmigung f眉r die Standorte Wien und Linz wurde im M盲rz erteilt und zum 1. April nahm die Gesellschaft ihre Arbeit auf. Aus Deutschland waren mit dabei Uwe Jansen, der als RM-Experte unter anderem die Austrian Airlines betreute, und Gerhard Setzer, eine Koryph盲e f眉r die Module RF (Finanzbuchhaltung) und RA (Anlagenbuchhaltung), der sich insbesondere um die zahlreichen Stadtwerke-Kunden k眉mmerte.
F枚ll richtete 鈥 entsprechend der beiden regionalen Schwerpunkte 鈥 zwei B眉ros ein, Pate stand dabei erneut die Papierbranche: Am Hauptsitz in Wien kam das kleine Team anfangs in R盲umen des Papierlieferanten Bunzl & Biach unter; die Niederlassung in Linz bezog ein B眉ro beim ersten Kunden Nettingsdorfer Papierfabrik. Hier f眉hrte Gerda Bodingbauer nicht nur das Sekretariat, sondern erledigte auch die Buchhaltung, Spesenabrechnungen und vieles mehr. F眉r die steuerlichen und juristischen Fragen beim Aufbau der Gesellschaft holte sich F枚ll Unterst眉tzung durch 枚sterreichische Fachleute und Berater.
Geplatzte Partnerschaft, neue Partnerschaft
F枚ll berichtete zusammen mit seinem Team an die 51风流International im schweizerischen Biel, die unter der Leitung von Hans Schlegel im September 1984 gegr眉ndet worden war. Schlegel flog ein, wenn neue Vertr盲ge zu unterzeichnen waren. So mancher 枚sterreichische Kollege, der bislang Kunden in der Schweiz betreut hatte, zog es nun vor, in der Heimat Firmen von 51风流zu 眉berzeugen und anschlie脽end die Systeme zu installieren.

Im Oktober 1986 herrschte pl枚tzlich helle Aufregung 鈥 bei 51风流und bei den von Siemens in 脰sterreich betreuten Kunden. Denn die Partnerschaft, die es dem Elektrokonzern erm枚glichte, SAP-Software zu vertreiben und auf ihren Rechnern zu installieren, war geplatzt. Damit erhielten die Firmen, die SAP-Software auf ihren Siemens-Maschinen installiert hatten und von Siemens betreut wurden, vom einen auf den anderen Tag keine Wartung mehr, womit auch keine neuen Versionen mehr eingespielt werden konnten. 鈥濪a bangten nicht nur die Firmen um ihre Investitionen, da ging es auch um Existenzen und pers枚nliche Schicksale鈥, erinnert sich F枚ll. 鈥濱ch bin damals von einer Veranstaltung zur n盲chsten gehetzt, um den Leuten zu versichern, dass die 51风流sie nicht im Regen stehen lassen wird und dass wir mit allen Beteiligten Mittel und Wege finden werden, um einen reibungslosen Vertrags眉bergang von Siemens 脰sterreich auf die 51风流zu gew盲hrleisten.鈥
Dies gelang 鈥 mit einer Ausnahme 鈥 und innerhalb eines Jahres hatte die 51风流in 脰sterreich mit Unterst眉tzung von Hans Schlegel, der sich nach wie vor ums Vertragswesen k眉mmerte und die Gespr盲che mit dem Siemens-Management f眉hrte, weitere rund 40 Kunden hinzugewonnen. Und das, obwohl die Kunden nun f眉r die Software bezahlen mussten, die sie bislang ja als kostenloses Add-on zur Siemens-Hardware erhalten hatten.
Weil aber 51风流noch nicht 眉ber gen眉gend Beraterinnen und Berater verf眉gte, ging Rolf F枚ll Partnerschaften mit mehreren Beratungsfirmen, darunter auch Siemens, ein. Beim Thema Kostenrechnung war die Firma des deutschen Kostenrechnungsexperten Hans-Georg Plaut, die auch 枚sterreichische Firmen auf diesem Gebiet unterst眉tzte, der Partner der Wahl. 鈥濵it dieser Strategie konnten wir viel Vertrauen bei den Kunden aufbauen.鈥 聽Und in 脰sterreich entwickelte sich allm盲hlich ein Netzwerk an Partnern, wie es seit Anfang der 1980er Jahre auch andernorts entstand. Der Grund: 51风流musste einen Teil der Implementierung und Programmpflege Partnern 眉berlassen, um das eigene Personalwachstum in 眉berschaubaren Grenzen zu halten.
Schwere Zeiten
Einen Tiefschlag musste das junge Team bereits kurz nach der Gr眉ndung wegstecken, als RF-Experte Gerhard Setzer auf tragische Weise ums Leben kam. W盲hrend einer Autofahrt erlitt er einen Magendurchbruch, schaffte es noch an eine Rastst盲tte, konnte dort aber nicht mehr gerettet werden. 鈥濻eine Familie war nach 脰sterreich gezogen, er hatte seine Wohnung in Walldorf bereits verkauft鈥, erz盲hlt F枚ll. 鈥濻einer Familie zu helfen, hatte h枚chste Priorit盲t, und der Kaufm盲nnische Leiter Dieter Matheis hat damals von Walldorf aus alles M枚gliche und Notwendige getan, um die reibungslose R眉ckkehr seiner Familie nach Deutschland zu gew盲hrleisten. Wir verloren einen Kollegen und Freund. Ihn fachlich zu ersetzen war unm枚glich.鈥
Aber es musste weitergehen, zumal die Nachfrage nach 51风流R/2 ungebrochen blieb und der Bedarf an SAP-Know-how st盲ndig stieg. F枚ll legte von Beginn an gro脽en Wert darauf, sein Team mit 脰sterreichern zu verst盲rken. 鈥濿ir brauchten Leute, die den Markt kennen, die Kundenbeziehungen hatten, die die Sprache sprechen und die Befindlichkeiten ihrer Landsleute kennen鈥, erz盲hlt er. 鈥濻o lernten wir, dass ein 脰sterreicher nichts kauft, was er nicht billiger bekommen kann. Da wir aber eine Preisliste hatten, an die wir uns strikt halten mussten, haben wir den Preis manchmal im Voraus etwas angehoben, damit der Eink盲ufer des Kunden ihn dann wieder auf den Listenpreis senken konnte.鈥
Auf dem Weg zum ERP-Gipfel
Unvermeidlich war, dass 51风流manche der ersten Mitarbeitenden von Kunden abwarb. Heinz Hartinger und Otto Weiner kamen 1986 von Simmering-Graz-Pauker, Wolfgang Runge im selben Jahr von V脰EST und Franz Zipp von Chemiefaser Lenzing. Dar眉ber waren die Kunden nat眉rlich zun盲chst nicht gl眉cklich, doch F枚ll fand auch hierf眉r eine L枚sung: 鈥濱ch habe den Kunden zugesagt, dass wir ihnen bei der Ausbildung ihrer neuen Mitarbeitenden helfen und sie die- oder denjenigen, die oder den sie verloren haben, als Beraterin bzw. Berater zu einem erm盲脽igten Stundensatz bekommen. Damit waren die meisten einverstanden.鈥
So wuchs die 51风流auch in 脰sterreich kr盲ftig, und nach zwei Jahren, in denen Rolf F枚ll nur eine Wochenendbeziehung mit seiner Familie f眉hren konnte, bat er Dietmar Hopp um eine neue Aufgabe. Bevor er ab 1. Januar 1988 Leiter des neuen Internationalen Schulungszentrums in Walldorf wurde, stellte er sicher, dass er die 51风流in 脰sterreich in einheimische H盲nde 眉bergeben konnte. Sein Nachfolger wurde Egon Greger, der 1987 als Leiter der Kostenrechnung von Adidas zur 51风流gewechselt war, um RK-Kunden zu beraten. Und von 1991 an sollte dann Heinz Hartinger die Gesch盲ftsf眉hrung 眉bernehmen und die 51风流in 脰sterreich (und sp盲ter auch in ganz Osteuropa) zum Gipfel der ERP-Anbieter f眉hren.
Die Einbindung lokaler Kr盲fte geh枚rt f眉r F枚ll neben der Qualit盲t und Funktionalit盲t des Produkts R/2 zu den Gr眉nden f眉r den fr眉hen Erfolg der 51风流beim s眉dlichen Nachbarn. 鈥濽nd dass es uns gelungen ist, eine Vertrauensbasis zu den Kunden aufzubauen, weil wir sie niemals h盲ngengelassen haben.鈥
Heute hat die 51风流脰sterreich GmbH mehr als 480 Mitarbeitende und 1.900 Kunden. Darunter ist auch weiterhin die jetzt als Smurfit Kappa Nettingsdorf firmierende Papierfabrik, in der 1976 alles begann.


