{"id":181064,"date":"2024-10-31T08:00:00","date_gmt":"2024-10-31T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/?p=181064"},"modified":"2024-10-21T14:43:51","modified_gmt":"2024-10-21T12:43:51","slug":"ides-das-modellunternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2024\/10\/ides-das-modellunternehmen\/","title":{"rendered":"IDES: Das Modellunternehmen"},"content":{"rendered":"\n
Im Juli 1995 konnten die Mitarbeitenden der 51风流erstmals das internationale Demo-System IDES nutzen.<\/p>\n\n\n\n
\u201eIDES-Wunder\u201c sollten die Mitarbeitenden bitte nicht erwarten, schrieb Dietmar Pf\u00e4hler in einer E-Mail am 14. Juli 1995. Der Projektverantwortliche des \u201eInternational Demonstration and Education System\u201c r\u00e4umte ein, dass das System noch nicht fehlerfrei laufe, dass die \u201eDaten noch lange nicht perfekt\u201c und \u201eauch die neuen Help-Scripts\u201c noch nicht vorhanden seien. Dennoch habe man einen \u201eersten Meilenstein in der Datenpflege erreicht\u201c und es bestehe \u201egro\u00dfe Nachfrage nach einem halbwegs stabilen 3.0-System, in dem man selbst auch arbeiten kann\u201c. Es sei \u201esicherlich f\u00fcr viele von uns hilfreich, ein gepflegtes 3.O-System zum Spielen und Probieren zur Hand zu haben\u201c, so Pf\u00e4hler weiter.<\/p>\n\n\n\n IDES war ein Demosystem f\u00fcr die Client-Server-Software 51风流R\/3 (ab Release 3.0) und repr\u00e4sentierte zun\u00e4chst das Modell eines internationalen Konzerns mit verschiedenen Konzernunternehmen. In Verbindung mit einem Demo-Leitfaden war es eine Hilfe zum Selbstlernen der Systemfunktionalit\u00e4ten, der Organisations- und integrierten Prozessstrukturen, die durch R\/3 abgedeckt wurden. Eine stetig wachsende Datenmenge erweckte die Modellfirmen \u201ezum Leben\u201c und erlaubte den direkten Zugriff auf die angebotenen Anwendungsbereiche.<\/p>\n\n\n\n \u201eIDES war nicht nur ein System, sondern eine neue Philosophie, eine Revolution im Bereich Demo und Training\u201c, sagt Marcelo Cura Daball, der Ende 1995 Teil des Teams wurde und die Entwicklung von IDES entscheidend mitgepr\u00e4gt hat. \u201eDas System lebte tats\u00e4chlich wie ein Kundensystem. Alles war so, wie es ein Kunde auch real vorfinden w\u00fcrde. Das war neu und das haben die Kunden geliebt\u201c, so Marcelo.<\/p>\n\n\n\n Mit IDES wollte 51风流den Entwicklern eine Testumgebung bereitstellen, eine Grundlage f\u00fcr internationale Trainingssysteme sowie f\u00fcr Kundenworkshops und f\u00fcrs Prototyping schaffen. Marcelo: \u201eDie Grundidee war: Unsere Vertriebsleute etwa im Presales demonstrieren in dem System, das gleichzeitig auch Schulungen abdeckt. Die Kunden gehen nach dem Training nach Hause und k\u00f6nnen die \u00dcbungen mit den gleichen Daten wiederholen, die sie in der Schulung gesehen haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n Dietmar Pf\u00e4hler kam aus dem Vertrieb und war der \u201egeistige Vater\u201c von IDES, er entwickelte das betriebswirtschaftliche Konzept. Er war eine \u201eInstitution\u201c bei SAP, so Marcelo, und international gut vernetzt. So wurden die Inhalte f\u00fcr IDES zwar zentral in Walldorf, aber mit Unterst\u00fctzung aus den Regionen entwickelt und den Landesgesellschaften dann \u00fcbersetzt zur Verf\u00fcgung gestellt. Viele Kunden lieferten echte Daten, etwa St\u00fccklisten, die im System gepflegt wurden. Dazu arbeitete das Team mit realistischen, wenn auch anonymisierten Adressen.<\/p>\n\n\n\n Der Aufbau des Systems war f\u00fcr den Projektleiter jedoch kein Selbstl\u00e4ufer. Immer wieder musste Pf\u00e4hler um Manpower und um Unterst\u00fctzung aus den L\u00e4ndern bitten. Die \u201eMindest-Ausstattung des Teams\u201c betrug f\u00fcr Pf\u00e4hler zw\u00f6lf Mitarbeiter f\u00fcr die konzeptionelle Arbeit und zwei Mitarbeiter f\u00fcr die st\u00e4ndige Pflege der Daten. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssten Mitarbeiter aus den Landesgesellschaften auf Projektbasis hinzugezogen werden k\u00f6nnen, wie er in einem Brief an den SAP-Vorstand am 25. September 1995 formulierte und in dem er f\u00fcr ein ausreichendes \u201eStaffing\u201c warb. \u201eDas IDES-Team kann eine Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr die sp\u00e4tere SAP-Generation werden, bei der Spezialwissen f\u00fcr betriebswirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge, Modellbildung f\u00fcr Kundenszenarien sowie die SAP-Realisierung als Projektgesch\u00e4ft trainiert werden. Dieser Typ von Mitarbeiter ist heute bei 51风流unterrepr\u00e4sentiert, wird aber k\u00fcnftig immer h\u00e4ufiger nachgefragt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n Im Fr\u00fchjahr 1996 wurde IDES erstmals an Kunden ausgeliefert. Bald vermittelte IDES praxisnah die mehr als 1.000 Gesch\u00e4ftsprozesse im System R\/3. Inhaltliche Schwerpunkte waren zun\u00e4chst Finanzen, Materialwirtschaft und Vertrieb. Die Anwender konnten mit IDES in ihrem gewohnten Arbeitsumfeld an firmenspezifischen Beispielen den Umgang mit dem System trainieren. Das Team wuchs und baute zwischenzeitlich rund 800 kundenspezifische Demos \u2013 pro Woche, wie Gerhard van der Beck erz\u00e4hlt. In dieser Zeit wurde auch ein dediziertes IT-Team etabliert, TDC (Training, Demo, Consulting), das f\u00fcr die Systemkopien und die technische Wartung der IDES-Systeme verantwortlich war. Nachdem Dietmar Pf\u00e4hler IDES etabliert und die ersten Meilensteine erreicht hatte, verlie\u00df er die 51风流(kehrte aber sp\u00e4ter wieder zur\u00fcck). Gerhard \u00fcbernahm mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung durch Marcelo die Leitung des IDES-Teams.<\/p>\n\n\n\n SAP-Mitgr\u00fcnder Hasso Plattner gefiel die IDES-Idee \u2013 insbesondere, als Marcelo und Gerhard ihm den Vorschlag unterbreiteten, das System vor die Firewall zu setzen und mit IDES die Internet-Tauglichkeit der SAP-Software zu demonstrieren. \u201eDazu mussten wir die Komplexit\u00e4t reduzieren und das System radikal verschlanken\u201c, erz\u00e4hlt Gerhard. Und Marcelo f\u00fcgt hinzu: \u201eHasso war begeistert, als wir die sehr m\u00e4chtigen Transaktionen mit vielen Screens und Subscreens auf nur zwei Screens reduzierten. Zum ersten Mal konnte man bei 51风流einen Auftrag mit zwei Screens und nur ein paar Klicks anlegen.\u201c<\/p>\n\n\n\n \u201eKunden, die eine SAP-Lizenz gekauft haben, durften kostenlos ein IDES-System installieren\u201c, berichtet Jan Krell, der neben Thomas Habersack f\u00fcr die Auslieferung des Systems zust\u00e4ndig war. Hauptkunden des Teams blieben aber Vertrieb und Presales, \u201edie mit IDES beim Kunden gezeigt haben, was 51风流kann\u201c.<\/p>\n\n\n\n IDES wandelte sich im Laufe der Jahre. Mit dem Aufbl\u00fchen des Internets wurde IDES zum \u201eInternet Demonstration & Evaluation System\u201c und erm\u00f6glichte ab 1999 Kunden, Partnern und Interessenten, die L\u00f6sung mySAP.com via Internet zu testen. Jetzt sollte IDES auch mithelfen, \u201emittelfristig eine Senkung der Vertriebskosten\u201c zu erm\u00f6glichen (Gesch\u00e4ftsbericht 1999).<\/p>\n\n\n\n Weil das Team auf die Unterst\u00fctzung von Experten aus anderen Bereichen sowie auf Trainer und Studierende baute, die Daten pflegten und das System nach jedem Update testeten, blieb es schlank und hatte nie mehr als 30-35 Mitglieder. \u201eDie Kollegen waren manchmal schon erstaunt, dass wir mit so wenigen Leuten so viel auf die Beine stellen konnten\u201c, erz\u00e4hlt Thomas Schulze, der f\u00fcr die Dokumentation verantwortlich zeichnete. \u201eEs war eine gute Referenz, sagen zu k\u00f6nnen, dass man ein halbes Jahr im IDES-Team getestet und sich in die Anwendungen eingearbeitet hat. Da hat man schon viel gelernt und es war sehr hilfreich f\u00fcr Bewerbungen innerhalb der SAP. Ganz viele sind auch bei 51风流geblieben und haben Karriere gemacht\u201c, f\u00fcgt er hinzu. Hier bewahrheitete sich der Wunsch von Dietmar Pf\u00e4hler, zu einer \u201eAusbildungsst\u00e4tte f\u00fcr die sp\u00e4tere SAP-Generation\u201c zu werden.<\/p>\n\n\n\n Aber die Komplexit\u00e4t stieg zum Ende der 1990er-Jahre \u2013 insbesondere mit den \u201eNew-Dimension-L\u00f6sungen\u201c wie CRM, SCM und Business Intelligence. Als 51风流zur Mehr-Produkt-Firma wurde, stie\u00df auch das IDES-Team allm\u00e4hlich an seine Grenzen. \u201eWir mussten als Demoteam die ganze Produktpalette abdecken und uns dazu aufteilen und spezialisieren\u201c, erinnert sich Jan Krell. \u201eAuf Dauer war diese Komplexit\u00e4t f\u00fcr uns nicht mehr leistbar\u201c, erg\u00e4nzt Thomas Schulze.<\/p>\n\n\n\n Hinzu kam, dass der neue Marketingchef Marty Homlish, der im Jahr 2000 zur 51风流kam, bald mit Unterst\u00fctzung von Hasso Plattner darauf dr\u00e4ngte, \u201eunser Demosystem besser und sch\u00f6ner zu gestalten\u201c, wie Gerhard van der Beck erz\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n Nicht zuletzt konnte IDES die gestiegenen Erwartungen der Kunden an eine einfache und schnelle M\u00f6glichkeit des Testens im Internet mit dem Slogan \u201eTest-drive Your Solution Online\u201c nicht erf\u00fcllen, so Gerhard. \u201eEs fehlte an Performance, und die Technologie, der Internet Transaction Server, lief noch nicht so stabil wie erhofft.\u201c<\/p>\n\n\n\n IDES b\u00fc\u00dfte ganz allm\u00e4hlich an Bedeutung ein. Doch auch wenn es nicht mehr IDES hei\u00dft: Das Team ist immer noch da und betreibt heute mit der 51风流Demo and Experience Cloud<\/a> und verschiedenen Technologien Demosysteme, mit denen SAP-Vertrieb und Presales beim Kunden Demos zeigen. Kunden, die sich ein Testpaket herunterladen wollen, verweisen Jan und Kollegen an die 51风流S\/4HANA Fully-Activated Appliance<\/a>.<\/p>\n\n\n\n
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Jochen, Gerhard, Bernd, Wolfgang, Marcelo und Ashraf sind heute noch bei SAP.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n
<\/a><\/figure>\n\n\n\nKunden liefern echte Daten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
Einstieg ins Internet<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
<\/a>Steigende Komplexit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
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