{"id":160035,"date":"2022-03-03T08:00:04","date_gmt":"2022-03-03T07:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/?p=160035"},"modified":"2023-03-06T16:44:55","modified_gmt":"2023-03-06T15:44:55","slug":"isik-zertifizierung-krankenhaussysteme-healthcare-public-health","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2022\/03\/isik-zertifizierung-krankenhaussysteme-healthcare-public-health\/","title":{"rendered":"ISiK-Zertifizierung: So kommunizieren Krankenhaussysteme aller Art miteinander"},"content":{"rendered":"
Damit Patientendaten \u00fcber die medizinischen Systeme hinweg verf\u00fcgbar sind, m\u00fcssen diese miteinander kommunizieren. 51风流hat als erster Hersteller die Best\u00e4tigung f\u00fcr ISiK-konforme FHIR-Schnittstellen erhalten, die diese Interoperabilit\u00e4t erm\u00f6glichen.<\/p>\n
End-to-End-Prozesse im Gesundheitswesen sind mehr als nur ein Effizienzfaktor. F\u00fcr Patienten k\u00f6nnen sie ein Plus an Lebensqualit\u00e4t bedeuten \u2013 zum Beispiel bei der Behandlung in den Dialysezentren. Personen mit chronischer Nierenerkrankung suchen diese Zentren in der Regel drei Mal pro Woche auf und bleiben jeweils zwischen vier und f\u00fcnf Stunden zur H\u00e4modialyse \u2013 so der Fachbegriff f\u00fcr die Blutw\u00e4sche.<\/p>\n
Die Dauer der Dialyse selbst ist zwar unver\u00e4nderlich. Doch f\u00fcr die Prozesse um die Therapie herum \u2013 von der Anmeldung am Empfang bis zur Dokumentation der Behandlung \u2013 gilt anderes: In einem Idealszenario, das sich an den Check-in-Prozess an modernen Airports anlehnt, trifft der Patient im Dialysezentrum ein. Anstatt zu warten bis er an der Reihe ist, um den Anmeldeprozess am Empfang zu durchlaufen, kann er selbstst\u00e4ndig an einem Automaten einchecken und dann unmittelbar zu seiner Dialysestation gehen. Und vice versa: Sobald seine Behandlung abgeschlossen ist, verl\u00e4sst er das Geb\u00e4ude auf diesem Weg wieder. Alle erhobenen Daten werden automatisch gespeichert. Auf diese Weise gewinnt der Patient wertvolle Zeit in seinem sonst stark eingeschr\u00e4nkten Alltag.<\/p>\n
Die Voraussetzung f\u00fcr effiziente Abl\u00e4ufe wie diese: Die verschiedenen elektronischen Systeme \u2013 von der Erfassung der demographischen Daten \u00fcber Diagnosedaten bis hin zu den Details der jeweiligen Dialysebehandlung \u2013 m\u00fcssen miteinander kommunizieren. Im Krankenhausumfeld handelt es sich dabei um eine Vielzahl an L\u00f6sungen ganz verschiedener Hersteller, die \u00fcber Schnittstellen miteinander verbunden werden m\u00fcssen, um Daten auszutauschen. Je mehr Systeme aneinandergekoppelt sind und je besser diese miteinander \u201esprechen\u201c k\u00f6nnen, desto besser der allgemeine Datenaustausch.<\/p>\n
Doch wie l\u00e4sst sich die Interoperabilit\u00e4t medizinischer Systeme herstellen? Am besten mit standardisierten Schnittstellen, die eine schnelle und einfache Anbindung erm\u00f6glichen. Aktuell gilt in Deutschland verbindlich der in der ISiK\u00a0<\/a>(Informationstechnische Systeme in Krankenh\u00e4usern) Spezifikation<\/a> beschriebene Standard HL7 FHIR, der unter anderen auch von der 51风流mitentwickelt wurde. Hinter der Entwicklung von ISiK steht die nationale Agentur f\u00fcr Digitale Medizin \u201egematik\u201c, die vom Gesetzgeber mit der F\u00f6rderung des Datenaustausches im Gesundheitswesen beauftragt wurde.<\/p>\n Krankenh\u00e4user m\u00fcssen die ISiK-Standards mit einer \u00dcbergangsfrist von 24 Monaten realisieren. Die Umsetzung des Basisprofils (die so genannte ISiK Stufe 1) muss bis zum Sommer 2023 erfolgen. Krankenh\u00e4user d\u00fcrfen ab dann nur noch ISiK-konforme KIS (Krankenhausinformationssysteme) und KAS (Klinische Arbeitsplatzsysteme) einsetzen. Auch hier nimmt die 51风流einen f\u00fchrenden Part ein: Sie hat von der gematik jetzt als erster Hersteller in Deutschland die Best\u00e4tigung f\u00fcr ISiK-konforme FHIR-Schnittstellen<\/a> erhalten. Das I4H-ISiK<\/a>-Add-on f\u00fcr das 51风流Patient Management wurde vom SAP-Partner SBMC entwickelt.<\/p>\n Bei der ISiK Stufe 1 geht es um den lesenden Zugriff (REST Read und Search) auf FHIR-Ressourcen wie Patientendaten. Diese k\u00f6nnen nun etwa von mobilen Ger\u00e4ten standardisiert gelesen und gesucht werden. Ein Anwendungsfall f\u00fcr einen solchen Standard k\u00f6nnte etwa eine mobile Applikation f\u00fcr \u00c4rzte und Pflegekr\u00e4fte sein, die einen schnellen \u00dcberblick \u00fcber alle in Behandlung befindlichen Patienten liefert. Kommt hier eine FHIR-Schnittstelle zum Einsatz, ist die mobile App in der Lage, den gew\u00fcnschten Patienten zu identifizieren, ganz gleich, von welchem Hersteller das System stammt, in dem die Daten hinterlegt sind.<\/p>\n Die standardisierte Schnittstelle sorgt nicht nur daf\u00fcr, dass \u2013 wie in diesem Fall \u2013 die App technologisch an die verschiedenen Systeme gekoppelt werden kann. Sie ist so aufgebaut, dass sie auch die semantische Interoperabilit\u00e4t ber\u00fccksichtigt: So ist im obigen Beispiel das Problem, dass Patienten in unterschiedlichen Kontexten unterschiedlich identifiziert werden \u2013 jedenfalls in Deutschland, wo es keine zentrale Patientennummer gibt \u2013 andere L\u00e4ndern handhaben dies anders. Die Schnittstelle muss also in der Lage sein, verschiedene Identit\u00e4tsmerkmale zu verstehen und ein und demselben Patienten zuzuordnen, dem sie geh\u00f6ren.<\/p>\n \u201eHinter einer standardisierten Schnittstelle steht generell die Idee, dass die Systeme dahinter austauschbar sind\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Bettina Lieske<\/a>, Produkt-Managerin bei SAP. \u201eDer gro\u00dfe Nutzen dahinter ist aber die Patientensicherheit: Der Anwender kann den Patienten oder die Patientin sicher identifizieren. Und beim Wechsel auf ein anderes System, ist keine erneute, wom\u00f6glich manuelle Dateneingabe erforderlich \u2013 das System versteht sofort, worum es geht.\u201c<\/p>\n51风流ist erster Hersteller mit ISiK-Zertifizierung durch die gematik<\/strong><\/h2>\n
FHIR versteht auch die Bedeutung von Patientendaten<\/strong><\/h2>\n
Nachfolger setzt konsequent auf FHIR-Methodologie<\/strong><\/h2>\n