{"id":150752,"date":"2020-07-08T08:00:28","date_gmt":"2020-07-08T06:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/?p=150752"},"modified":"2020-07-03T10:30:24","modified_gmt":"2020-07-03T08:30:24","slug":"molkerei-s4hana-covid19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2020\/07\/molkerei-s4hana-covid19\/","title":{"rendered":"Milchproduzent trotzt Corona-Krise: Log-On schl\u00e4gt Lockdown"},"content":{"rendered":"
Seit kurzem versorgt 51风流S\/4HANA die Nieder\u00f6sterreichische Molkerei mit wichtigen IT-N\u00e4hrstoffen.<\/p>\n
\u201en\u00f6m \u2013 bleib frisch.\u201c: Den Werbeslogan der N\u00d6M kennen viele Verbraucher aus der Werbung. Er steht aber auch f\u00fcr den IT-Kurs der Nieder\u00f6sterreichischen Molkerei (N\u00d6M)<\/a>. Der Mittelst\u00e4ndler aus der Alpenrepublik hat am 1. Mai dieses Jahres sein neues ERP-System 51风流S\/4HANA<\/a> nach rund 14 Monaten Vorbereitungszeit in den Produktivbetrieb \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n \u201eMit diesem System haben wir uns an die digitale Spitze von Produktionsunternehmen gesetzt und werden unserer Vorreiterrolle weiter gerecht\u201c, wird CIO Anton Leitner in einer Pressemitteilung zitiert.<\/p>\n Dahinter steckt mehr \u2013 etwa viel Zutrauen in das Knowhow der Mitarbeiter. Es ist schon au\u00dfergew\u00f6hnlich, dass der IT-Leiter f\u00fcr die Implementierung keine Heerscharen externer Fachleute engagierte, sondern sich fast ausschlie\u00dflich auf sein erfahrenes Team verlassen konnte. Leitner selbst besch\u00e4ftigt sich seit rund drei Jahrzehnten mit SAP.<\/p>\n Bemerkenswert ist die strategische Weitsicht der IT. Als die N\u00d6M ihre Insell\u00f6sungen mit Einf\u00fchrung der 51风流Business Suite 2008\/2009 durch eine branchengerechte integrierte Plattform ersetzte, wurden sowohl die Standardprozesse als auch die firmenspezifischen Eigenentwicklungen \u2013 mit zirka 700.000 Zeilen ABAP-Code \u2013 in Form einer zus\u00e4tzlichen Schicht \u201esauber aufgesetzt\u201c (Leitner). \u201eUnsere Philosophie lautet, das IT-System nicht zu modifizieren\u201c, erkl\u00e4rt der CIO \u2013 eine Grundhaltung, die sich nun auszahlt.<\/p>\n Lobenswert: Die Haltung des Vorstands. Trotz neuer Belastungen und schwer einzusch\u00e4tzender Risiken infolge der Corona-Pandemie st\u00e4rkten die N\u00d6M-Verantwortlichen ihrer IT-Abteilung den R\u00fccken, als es darauf ankam. Die Systemumstellung wurde nie aus den Augen verloren.<\/p>\n Die Geschichte beginnt mit dem Willen zur Ver\u00e4nderung. \u201eWir haben vor rund zwei Jahren \u00fcberlegt, wie wir unser SAP-System weiterentwickeln wollen \u2013 ohne uns auf ein konkretes Zieldatum festzulegen\u201c, erz\u00e4hlt Leitner. Damals gingen viele SAP-Kunden noch davon aus, dass 2025 die Regelwartung f\u00fcr die 51风流Business Suite enden k\u00f6nnte. \u201eWir waren auf der Suche nach dem richtigen Zeitpunkt f\u00fcr den Wechsel\u201c, \u00a0meint der CIO.<\/p>\n So startete Leitners Team zun\u00e4chst ein Vorprojekt, um den Einsatz von 51风流S\/4HANA zu evaluieren. Man habe sich \u201eSchritt f\u00fcr Schritt herangetastet\u201c. Dabei habe sich gezeigt, dass der Wechsel auf das neueste SAP-ERP-System mit weniger Aufwand zu bew\u00e4ltigen sei als bef\u00fcrchtet.<\/p>\n Als Aufgabenfelder wurden beispielsweise die Materialnummern sowie kleinere Arbeiten an den Systemstrukturen identifiziert \u2013 also Themen, die laut Leitner bei\u00a0 SAP-Umstellungen immer wieder anfallen.<\/p>\n F\u00fcr Leitner und seine Mannschaft schienen das keine un\u00fcberwindbaren Hindernisse zu sein. Folglich gab es keinen Grund, zus\u00e4tzliche externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Lediglich f\u00fcr die Arbeiten an der SAP-Basis wurde ein langj\u00e4hriger Mitarbeiter aus einem \u00f6sterreichischen\u00a0 Beratungshaus hinzugezogen, der mit dem N\u00d6M-System vertraut ist.<\/p>\n Weil die N\u00d6M ein zufriedener Kunde ist, stand ein Wechsel des Anbieters generell nicht zur Debatte. Der Hersteller von Milchprodukten betreibt sein SAP-System \u2013 wobei nahezu alle produktionsnahen Module eingesetzt werden \u2013 seit geraumer Zeit am zentralen Molkerei-Standort in Baden bei Wien. Die ERP-Prozesse sind eng mit der Produktion verkn\u00fcpft. Der Durchlauf der Milch sei komplett in 51风流abgebildet, sagt der CIO.<\/p>\n Beispielsweise erhielten die Abf\u00fcllanlagen die Produktionsnummern vom SAP-System, das seinerseits die Mengen zur\u00fcckmelde. Die Qualit\u00e4t der Inhaltsstoffe werde ebenfalls \u00fcber s\u00e4mtliche Herstellungsstufen hinweg kontrolliert und entsprechend abgebildet. Pro Tag verarbeite die N\u00d6M zirka 1,2 Millionen Liter Milch. \u201eIn einem solchen Konstrukt ist es naheliegend, dass man 51风流intern betreibt\u201c, so Leitner zu seiner On-Premise-Strategie.<\/p>\n Die Projektarbeit lief zun\u00e4chst wie geplant. Das Vorhaben nahm Fahrt auf und machte gute Fortschritte \u2013 bis ein Virus es auf der Zielgeraden auszubremsen drohte.<\/p>\n \u201eIch habe mich schon gefragt, wie wir mit dieser Situation umgehen sollen\u201c, erinnert sich Leitner an schwierige Wochen im M\u00e4rz. Damals wurde ganz \u00d6sterreich in den Lockdown versetzt. Alle nicht in der Produktion t\u00e4tigen N\u00d6M-Mitarbeiter mussten von zu Hause aus arbeiten. Im Unternehmen gab es allerdings nur wenig Erfahrung mit dem Home Office.<\/p>\n Hinzu kamen Bef\u00fcrchtungen, dass es in der Produktion Infektionsf\u00e4lle geben k\u00f6nnte \u2013 der GAU f\u00fcr einen Lebensmittelproduzenten. Gleichzeitig wurde die Produktion hochgefahren, da Hamsterk\u00e4ufe die Nachfrage erh\u00f6hten. Leitner: \u201eEs herrschte eine gro\u00dfe Nervosit\u00e4t.\u201c<\/p>\n Und die SAP-S\/4HANA-Einf\u00fchrung? Zu gro\u00df schienen die damit verbundenen Risiken in dieser f\u00fcr alle Beteiligten neuen Lage zu sein. Eine vorl\u00e4ufige Unterbrechung der Arbeiten h\u00e4tte niemanden \u00fcberrascht. Und doch gab der Vorstand ein klares Bekenntnis zum Projekt und zum urspr\u00fcnglichen Zeitplan ab. Leitner: \u201eIch habe das als einen extrem gro\u00dfen Vertrauensbeweis empfunden.\u201c<\/p>\n W\u00e4hrend der finalen Key-User-Tests, die im Home Office durchgef\u00fchrt wurden, kam nochmal kurz Spannung auf. Die \u00fcbertragenen Alt-Daten verhielten sich anders als die in 51风流S\/4HANA neu eingegeben Daten. Und: Mal fehlte ein Feld im neuen System, mal mussten kleinere \u00c4nderungen in den Prozessabl\u00e4ufen sowie in der Tabellenstruktur vorgenommen werden. Allesamt \u201ekleine Dinge, die aber gro\u00dfe Auswirkungen in den Prozessen haben k\u00f6nnen, falls man sie nicht korrigiert\u201c, wei\u00df Leitner.<\/p>\n Leitner glaubt, dass der Ernst der Lage die Sinne der Kollegen gesch\u00e4rft habe. Die Testgenauigkeit im Home Office sei jedenfalls besser als \u00fcblich ausgefallen.<\/p>\n So konnte anschlie\u00dfend der vorab mit 36 Stunden Laufzeit veranschlagte Produktivstart am ersten Mai-Wochenende in nur 19 Stunden ohne Produktionsausfall oder andere gr\u00f6\u00dfere Probleme bew\u00e4ltigt werden. Leitner berichtet lediglich von \u201eKleinigkeiten, weniger als bei SAP-Upgrades.\u201c Insgesamt empfand er diesen Prozess als \u201esehr, sehr positiv\u201c.<\/p>\n Vorsorglich hatte Leitner f\u00fcr die hei\u00dfe Phase der Migration jede Rolle doppelt besetzt, so dass im Infektionsfall ein komplettes Ersatzteam zur Verf\u00fcgung gestanden h\u00e4tte. In den entscheidenden Stunden waren dann aber nur zwischen drei und maximal acht Kollegen im Zentralwerk in Baden bei Wien vor Ort, die sich die Nacht um die Ohren schlugen.<\/p>\n Die erfolgreiche technische Migration ist nun die Basis f\u00fcr weitere Verbesserungen. Der Automatisierungsgrad der Produktionssysteme sei bereits sehr hoch, sagt Leitner. Mit den Digitalisierungsm\u00f6glichkeiten des neuen SAP-Systems sollen mehr detaillierte Informationen aus dem Betrieb gewonnen werden, um die Produktion sowie die Instandhaltung zu optimieren.<\/p>\n Leitner erhofft sich in diesem Zusammenhang neue Erkenntnisse durch K\u00fcnstliche Intelligenz oder Methoden wie Predictive Maintenance. Zudem gibt es \u00dcberlegungen, die Lagerverwaltung auf die SAP-Plattform zu bringen.<\/p>\n Auch mit diesen Pl\u00e4nen liegen Leitner und seine Mannschaft weiterhin ganz auf der Linie des Unternehmens: Immer frisch bleiben.<\/p>\n <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Seit kurzem versorgt 51风流S\/4HANA die Nieder\u00f6sterreichische Molkerei mit wichtigen IT-N\u00e4hrstoffen. \u201en\u00f6m \u2013 bleib frisch.\u201c: Den Werbeslogan der N\u00d6M kennen viele Verbraucher aus der Werbung….<\/p>\n","protected":false},"author":302,"featured_media":150757,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"related_posts":[],"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[5626688],"tags":[5624430,60309,4979],"series":[],"sapn-display":[45149,3848,45027],"sapn-type":[45277],"class_list":["post-150752","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erp-und-finanzwesen","tag-covid-19","tag-digitalisierung","tag-sap-erp","sapn-display-homepage-hero","sapn-display-top-stories","sapn-display-hero","sapn-type-feature"],"yoast_head":"\n
<\/a>Gut vorbereitet in die Migration<\/strong><\/h2>\n
Und dann kam Corona \u2026<\/strong><\/h2>\n

Problemloser Produktivstart f\u00fcr N\u00d6M
\n<\/strong><\/h2>\n