Martin Heinig, Autor bei 51News Center Unternehmensberichte & Presseportal Fri, 14 Apr 2023 09:08:39 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Zusammenarbeit von Unternehmen in einer volatilen Welt /germany/2023/04/unternehmen-in-einer-volatilen-welt-digitale-identitaeten/ Fri, 14 Apr 2023 06:00:20 +0000 /germany/?p=165701 Menschen sind soziale Wesen: Wir brauchen Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Seit Anbeginn der Menschheit haben wir in Gemeinschaft mit anderen gejagt, gelebt und sind von...

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Menschen sind soziale Wesen: Wir brauchen Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Seit Anbeginn der Menschheit haben wir in Gemeinschaft mit anderen gejagt, gelebt und sind von einem Ort zum anderen gezogen. Warum also sollte dieser Wunsch nach sinnvollen Beziehungen zwischen Unternehmen anders aussehen?

Von Start-ups bis zu multinationalen Konzernen ist der Aufbau und die Nutzung von Geschäftsnetzwerken, um Kunden schnell und zuverlässig bedienen zu können, eine Schlüsselstrategie für Wachstum und Erfolg. Viele Lieferketten sind jedoch komplett abgeschottet und sehen keine offene Zusammenarbeit zwischen Partnern vor, sodass die Prozesse und der Datenaustausch kaum transparent sind.

Da es verstärkt zu Unterbrechungen in global vernetzten Lieferketten kommt, suchen wir nach Möglichkeiten, Barrieren abzubauen und das Potenzial wirklich kooperativer und agiler Unternehmen nutzen zu können.

Seit Jahrzehnten bildet die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen das Rückgrat des Handels und verbindet verschiedene Unternehmen, Lieferanten und Kunden in einem Beziehungsnetz, das Ressourcen- und Finanzströme ermöglicht. Diese Netzwerke wurden im Laufe der Zeit aufgebaut und sind in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und Risikominimierung hochoptimiert.

In den letzten Jahren hat sich jedoch herausgestellt, dass diese Netze sehr fragil sind und bei externen Schocks schnell zusammenbrechen können. Angesichts zunehmender geopolitischer Instabilität und irreversibler Auswirkungen des Klimawandels dürfte dieses Szenario in Zukunft noch vorherrschender werden.

Գپڰä in Unternehmen: Von der Resilienz zur Anpassung

Um dem entgegenzuwirken, müssen Unternehmen ihre Arbeitsweise ändern und anpassungsfähiger werden. Laut Autor Nassim Nicholas Taleb ist es wichtig für Unternehmen, statt nach Resilienz nach „” zu streben. Hierunter versteht man, dass Unternehmen nicht einfach in den Zustand vor dem Schock zurückfallen, sondern aus Schocks lernen und sich weiterentwickeln sollten, um dadurch noch stärker zu werden. Deshalb sind wir der Ansicht, dass Geschäftsnetzwerke beziehungsweise B2B-Kooperationsplattformen in Zukunft offen, flexibel und interoperabel werden müssen.

Genauer gesagt, wird jedes Unternehmen in der Lage sein müssen, Geschäftsnetzwerke dynamisch neu zu bilden und bei Bedarf abhängig von externen oder internen Faktoren neu zusammenzustellen und auszurichten.

Wir bei 51unterstützen unsere Kunden bereits hierbei. Wir haben langjährige Erfahrung mit Geschäftsprozessen und Technologien wie Blockchain und künstliche Intelligenz (KI) und sind bei den neuesten Trends stets auf dem Laufenden. Dadurch können wir Kunden bei der Bewertung und Implementierung von Innovationen unterstützen. Mit diesem Know-how möchten wir eine agile Zusammenarbeit und Transparenz auf mehreren Ebenen ermöglichen und gleichzeitig das Geschäftsrisiko minimieren. Dies kann zur Öffnung traditioneller Geschäftsprozesse und Finanzströme, unter anderem zu grenzüberschreitenden Zahlungen, führen.

Unser Ziel ist es letztendlich, starke Geschäftsbeziehungen zu fördern, indem wir eine neue Ebene der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit und der Orchestrierung von Geschäftsprozessen ermöglichen. Diese kann hybrid sein oder vollständig auf einer offenen, dezentralen Netzwerkinfrastruktur basieren, die alle Unternehmen auf einer gemeinsamen Plattform zusammenführt – unabhängig von Branche, Region oder Größe.

Beispiel: Netzübergreifendes Management digitaler Identitäten

Eine unserer vielversprechendsten Initiativen in diesem Zusammenhang ist die Entwicklung eines Services für das Management digitaler Identitäten.

Identität ist ein wichtiger Aspekt bei jedem Geschäftsprozess. Das Management digitaler Identitäten ist seit langem eine Herausforderung – sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen. Herkömmliche Nutzer- und Passwortsysteme sind unsicher und können leicht gehackt werden, während bei Social Logins die Kontrolle über alle personenbezogenen Daten bei einem Unternehmen liegt. Dadurch, dass es keine universellen Standards gibt, ist es schwer, die Vertrauenswürdigkeit von Informationen zu gewährleisten und digitale Identitäten über verschiedene Systeme und Prozesse hinweg zu integrieren.

Hier setzt Self-Sovereign Identity (SSI) an. SSI ist der erste offene Standard für die digitale Identität im Internet, der eine Lösung für diese Probleme bietet. Mit SSI profitieren Benutzer vom gleichen Komfort wie bei Social Logins, haben aber auch die vollständige Kontrolle über ihre Daten. Dieser neue Identitätsstandard gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen und Geräte wie das Internet der Dinge (IoT) und bietet weltweit eindeutige und interoperable Identitäten. Jedes Identity Wallet wird durch kryptographisch überprüfbare Anmeldeinformationen erstellt, die in einem öffentlichen berechtigungslosen Blockchain-Netzwerk verankert sind. Mit dieser Technologie können wir eine anbieterneutrale Netzwerkinfrastruktur schaffen, über die man sich leicht dem Netzwerk anschließen und vertrauenswürdige Daten austauschen kann.

Die Auswirkungen von SSI werden in vielen Softwaresystemen zu sehen sein, unter anderem in Enterprise Suites wie 51S/4HANA und insbesondere bei Stammdaten, wo der Standard eine einheitliche Datenbasis für Stammdaten bieten und somit Onboarding-Prozesse zwischen Unternehmen deutlich beschleunigen kann. Im Blockchain-Bereich hat SSI das Potenzial, anonymen Adressen die erforderliche Glaubwürdigkeit zu verleihen und aus der Branche einen Raum für seriöse Geschäfte zu machen. Bei 51ermöglichen wir es Kunden, Partnern und Anwendungsentwicklern, Anwendungen mit SSIs auf der SAP Business Technology Platform (51BTP) zu erstellen.

Die Schaffung eines universellen Identitätsstandards ist jedoch nur ein Anwendungsfall. Darüber hinaus arbeiten wir an verschiedenen anderen innovativen Anwendungsfällen, beispielsweise branchenspezifischen Geschäftsnetzwerken, einem dezentralen Finanzwesen und unternehmens- und systemübergreifenden Workflows. Unser Fokus auf Innovationen sowohl für künftige Geschäftsprozesse als auch für künftige Geschäftsentscheidungen spielt eine wichtige Rolle, um das Konzept der künftigen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen voranzubringen.

Die 51wickelt bereits ein beträchtliches  ab – mit einem jährlichen Handel im Wert von über 4,9 Billionen US-Dollar in 190 Ländern und über 730 Millionen B2B-Transaktionen innerhalb von 12 Monaten.

Um unseren Kunden bei der Lösung der Probleme der Zukunft zu helfen, kombinieren wir diesen Vorteil mit den umfassenden Erfahrungen, die SAP-Teams in Technologiebereichen wie Blockchain, KI, Interoperabilität, Sicherheit und Geschäftsprozessen haben. Unsere Teams arbeiten eng mit der Produktentwicklung zusammen, um unsere Ergebnisse in die Roadmaps für unsere Standardprodukte einzubringen. Beispiele hierfür sind die Lösungen 51Recommerce und , die sich von internen Projekten zu festen Funktionen weiterentwickelt haben und nun den Ressourcenfluss in der Kreislaufwirtschaft verändern.


Martin Heinig ist Leiter des Bereichs New Ventures and Technologies bei SAP.
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Was Unternehmen heute beachten müssen, um sich auf das Quantenzeitalter vorzubereiten /germany/2021/10/quantencomputer-zukunft-technologie-innovation/ Fri, 08 Oct 2021 06:00:46 +0000 /germany/?p=157233 Die Quantentechnologie erschließt ein enormes Potenzial für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Auf diesem Gebiet ist die Forschung in den letzten Jahren sehr zügig vorangekommen und...

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Die Quantentechnologie erschließt ein enormes Potenzial für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Auf diesem Gebiet ist die Forschung in den letzten Jahren sehr zügig vorangekommen und hat damit einen Boom von Start-up-Neugründungen ausgelöst. Hier kommt dem Bereich Quantencomputing eine besondere Bedeutung zu. Quantencomputer könnten künftig komplexe Aufgaben lösen, an denen bislang selbst die leistungsfähigsten Supercomputer scheitern.

Die am häufigsten diskutierten Anwendungsfälle für Quantencomputer sind solche, in denen komplexe Modelle, die unheimlich viel Rechenleistung benötigen, bei kombinatorische Probleme Anwendung finden. Ein Beispiel hierfür sind kombinatorische Optimierungsprobleme im Bereich der Lieferkette und in der Logistik. Hier ist eines der wichtigsten Ziele, die effizientesten Routen für den Transport von Waren zu ermitteln und zu koordinieren. Mit dieser Frage beschäftigen sich Branchenexperten aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Ein weiterer Anwendungsbereich könnte die Finanzdienstleistungsbranche sein. Hier helfen Marktprognosemodell, um wichtige Ereignisse vorherzusagen, die die allgemeine Wirtschaft erschüttern. Gerade im Kontext von Portfolioentscheidungen sind dies wichtige Informationen. Die Nutzung von Quantencomputern soll das maschinelle Lernen verbessern und das Trainieren neuronaler Netze beschleunigen können.

Quantencomputing: Noch in den Kinderschuhen, aber auf dem Vormarsch

Die Entwicklung des Quantencomputing nimmt mehrere Jahre in Anspruch. Während der Quantencomputermarkt erreichen soll, weiß noch niemand, wann eine breite Akzeptanz bei den Unternehmen zu erwarten ist. Firmen wie IBM, Google, Honeywell und IonQ machen Fortschritte bei der Verwendung von Quantenbits (kurz Qubits), auch wenn sich die Technologie noch in einer sehr frühen Phase befindet.

Noch ist unklar, wann ein allgemein verwendbarer Quantencomputer verfügbar ist, welcher klassischen Computern bei der Lösung von Geschäftsproblemen überlegen sein könnte. Zunächst müssen einige große Herausforderungen technischer und konzeptioneller Natur bewältigt werden. Während die Anzahl der Qubits erhöht werden muss, gilt es ihre Kohärenzzeit (Lebensdauer) zu verlängern und ihre Konnektivität zu erhalten oder zu verbessern.

Die Herangehensweise der 51besteht darin, gemeinsam mit führenden Quantentechnologie-Experten und -Anbietern aus Industrie und Wissenschaft an Entwicklungen in diesem Bereich zu arbeiten. Wir bewerten die Zeitpläne und prüfen potenzielle Anwendungsbereiche. Außerdem versuchen wir herauszufinden, wie sich dies auf die Zukunft der 51und unserer Kunden auswirken könnte.

Jetzt ist es an der Zeit, sich auf die Quantentechnologie vorzubereiten

Während Quantencomputer in verschiedensten Bereichen viele neue Türen öffnen, stellen sie auch eine Sicherheitsbedrohung dar. Darunter fällt die Nutzung, um kryptographische Systeme zu knacken. Deshalb ist es für Unternehmen wichtig, sich schon heute auf das Zeitalter der Quantenrechner und der Post-Quanten-Kryptografie vorzubereiten. Des Weiteren müssen sie Verfahren entwickeln, die ihre Systeme vor Angriffen von klassischen Computern und Quantencomputern schützen. Das Team 51Security Research im engagiert sich in hohem Maße für Quantensicherheit und arbeitet derzeit unter anderem an Benchmarks für Algorithmen der Post-Quanten-Kryptografie.

Kryptographie ist die erste Instanz zur Abwehr von Angriffen auf Daten. Wenn alle sonstigen Sicherheitsmaßnahmen fehlgeschlagen sind, sorgt Verschlüsselung für die erforderliche Barriere. Dadurch werden die Geschäftsgeheimnisse vor dem Zugriff Unberechtigter geschützt. Angesichts der aktuellen Fortschritte in der Entwicklung von Quantencomputern und der Tatsache, dass diese Computer in der Lage sind herkömmliche Verschlüsselungssysteme zu knacken, sind Unternehmen gezwungen jetzt zu handeln. Regierungen oder zum Beispiel die Pharmaindustrie produzieren sensible Daten, die lange genutzt werden. Diese Informationen könnten heute gesammelt und gespeichert werden bis ein leistungsstarker Quantencomputer zur Verfügung steht, der sie entschlüsseln kann.

Um bereit zu sein, sobald ein Quantencomputer verfügbar ist, müssen Unternehmen jetzt vorausschauend denken. Ein guter Ausgangspunkt ist eine Analyse von Relevanz und Wirkung, um die zwangsläufigen Folgen und deren Kosten zu berücksichtigen. Eine solche Analyse umfasst auch das Ermitteln von Anwendungsfällen, bei denen man mit Quantencomputern zu besseren Lösungen kommen könnte. Je besser Unternehmen die Chancen und Risiken des Quantencomputing erkennen, desto wahrscheinlicher können sie auch in Zukunft Geschäfte tätigen. Sie sind dann gut beraten, eng mit Branchenführern und Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten, um Forschungsergebnisse auszutauschen, strategische Roadmaps zu erstellen sowie allgemeine Anwendungen und Anwendungsfälle in verschiedenen Bereichen zu finden.

Innovation voranbringen: Alleine kann dies kein Unternehmen schaffen

51arbeitet mit Branchenführern und bekannten Forschungsinstituten zusammen und beteiligt sich an mehreren Initiativen, um Quantentechnologie und potenzielle Anwendungsfälle zu untersuchen. So war die 51zum Beispiel von Anfang an Teil der EU-Forschungsinitiative und ist unter anderem Gründungsmitglied des (QuIC).

Erst vor Kurzem hat die 51gemeinsam mit führenden Konzernen wie BASF, BMW und Bosch das (QUTAC) gegründet, um die Entwicklung im Bereich Quantencomputing und deren praktische Anwendung voranzubringen. Im Rahmen von QUTAC wird die 51den Einsatz von Quantencomputern in der Logistik, Produktion und Beschaffung vorantreiben. Unser Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Softwareanwendungen zur Optimierung von Transportwegen, Lieferketten oder Produktionsplänen. Dies kann Unternehmen dabei helfen Kosten zu senken, die Liefertreue zu verbessern und Leerfahrten zu vermeiden.

Bei der 51arbeiten wir daran, die Fortschritte in der Quantentechnologie für unsere Kunden zu nutzen. Aber auch gleichzeitig ihre geschäftskritischen Daten zu schützen. Die Quantenzukunft liegt vor uns. Bleiben Sie dran! In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir weitere Beiträge zu diesem Thema. Sie dürfen gespannt sein.


Martin Heinig ist Leiter des Bereichs New Ventures and Technologies bei SAP.
Erstveröffentlichung dieses Beitrags ursprünglich auf .

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