Corinna Schmidt, Autor bei 51·çÁ÷News Center Unternehmensberichte & Presseportal Wed, 31 Jul 2024 11:34:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Die Stadt Antibes definiert die Vertragsverwaltung neu /germany/2024/01/stadt-antibes-vertragsverwaltung/ Wed, 24 Jan 2024 07:00:00 +0000 /germany/?p=177383 Mangelnde Transparenz in den Geschäftsprozessen der Beschaffung erschwerten der Stadt Antibes die Daten- und Prozessanalysen. Das 51·çÁ÷Innovation Center Network schaffte mit der Entwicklung eines...

The post Die Stadt Antibes definiert die Vertragsverwaltung neu appeared first on 51·çÁ÷News Center.

]]>
Mangelnde Transparenz in den Geschäftsprozessen der Beschaffung erschwerten der Stadt Antibes die Daten- und Prozessanalysen. Das 51·çÁ÷Innovation Center Network schaffte mit der Entwicklung eines Prototyps Abhilfe.  

Der digitale Wandel schafft ein immer größeres Potenzial für Digitalisierung und Automatisierung unternehmensübergreifender vertragsgebundener Prozesse. Die Stadt Antibes und das haben dieses Potenzial erkannt und sich zum Ziel gesetzt, die digitale Vertragsverwaltung mit einem Fokus auf öffentlichen Beschaffungsprozessen gemeinsam neu zu gestalten. Patrick Duverger, technischer Direktor der Stadt Antibes, beschreibt die früheren Beschaffungsabläufe so: „Wir hatten zwar ein hohes operatives Leistungsniveau, aber unsere Geschäftsprozesse waren nicht vollständig nachvollziehbar. Dies hatte undurchsichtige Vorgänge mit wiederholten Verzögerungen, fehlerhaften Lieferungen oder verwaltungsrechtlichen Sanktionen zur Folge. Indem wir ein besseres Verständnis für unsere Prozesse entwickeln, können wir sie optimieren, Kosten senken und Geschäftsrisiken weitestgehend vermeiden.“ 

ONEX Holding profitiert von digitaler Kundeninteraktion

Transparente und nachvollziehbare Zusammenarbeit 

Mangelnde Transparenz und Nachvollziehbarkeit in diesen Abläufen erschwerten die Automatisierung sowie organisationsübergreifende Daten- und Prozessanalysen. Dies beeinträchtigte unmittelbar die Art und Weise, wie Streitigkeiten geklärt wurden, und es wirkte sich auf die Verwaltungsbudgets aus. 

Um dieser Herausforderung zu begegnen, entwickelte das SAP Innovation Center Network einen Prototypen. Dieser basierte auf dem Service  in Verbindung mit einem Blockchain-basierten gemeinsamen Transaktionsregister in . „Mit diesem Prototypen möchten wir manuelle Verfahren durch eine automatisierte, unternehmensübergreifende Koordination ersetzen. Organisationen, wie die Stadt Antibes, die ein gemeinsames Register in 51·çÁ÷HANA Cloud verwenden, profitieren von einer zugangsbeschränkten, öffentlich verifizierbaren und unveränderlichen Prüfhistorie für organisationsübergreifende Interaktionen“, so Benjamin Stöckhert, Innovation Product Manager beim 51·çÁ÷Innovation Center Network, über das Potenzial dieser Innovation. 

Duverger erklärt: „Durch die Nutzung des vollen Potenzials eines gemeinsamen Registers in 51·çÁ÷HANA Cloud können wir digitale Plattformen miteinander verknüpfen und so Unternehmen und Behörden zusammenbringen, damit sie die Einhaltung von Vertragsbedingungen im Zusammenhang mit Dienstleistungen und Produktlieferungen verfolgen können. Wir können die Daten von unterschiedlichen Beteiligten wie Logistikunternehmen und Qualitätszertifizierungsstellen nutzen und das Zeitalter umständlicher papiergebundener und manueller Prozesse hinter uns lassen. Dieses Muster lässt sich beispielsweise auf Beschaffungsprozesse anwenden, in denen mehrere Beteiligte die Konformität von Lieferanten und deren Leistungen überprüfen.“

Volle Kontrolle über unverschlüsselte Daten 

Durch das Öffnen von Prozessen, die auf Zusammenarbeit beruhen, entstehen jedoch direkte Konflikte in Bezug auf die Datenschutzbelange von Kunden. Dieses Dilemma stellt für die Vertragsverwaltung der nächsten Generation eine erhebliche Herausforderung dar. Wie können Unternehmen Transparenz sicherstellen, ohne die Vertraulichkeit nicht öffentlicher Geschäftsinformationen und -prozesse zu gefährden? Duverger betont den besonderen Stellenwert, der dem Schutz sensibler Daten im öffentlichen Beschaffungswesen zukommt: „Geheimhaltung in Bezug auf verhandelte Preise und Auftragsvolumina ist für uns und unsere Lieferanten von überragender Bedeutung.“ 

5 Dinge, die Sie über Cloud-Datenbanken wissen sollten

Dieses dringende Anliegen griff das Team 51·çÁ÷Security Research auf. In Zusammenarbeit mit dem Blockchain-Team des 51·çÁ÷Innovation Center Network erweiterte es die 51·çÁ÷Cross-Company Workflow Collaboration durch innovative hardwarebasierte Technologien zum besseren Schutz der Privatsphäre (Privacy-enhancing Technologies, PET). Dr. Laurent Gomez, der Leiter dieses Innovationsprojekts für die Stadt Antibes, erklärt: „Bevor Organisationen eine Transaktion an das gemeinsame Register übergeben, verschlüsseln sie diese zusammen mit den zugehörigen sensiblen Informationen anhand ihres selbstverwalteten kryptografischen Materials. Die verschlüsselten Daten und Prozesse werden nur innerhalb sicherer und vertrauenswürdiger Hardwaremodule mit ausdrücklicher Zustimmung der einzelnen Interessengruppen verarbeitet.“ 

Mit dieser Innovation lässt sich ein erheblicher geschäftlicher Nutzen erschließen, da sie unternehmensübergreifende Vorgänge automatisiert, die Vertraulichkeit von Kundendaten gewährleistet und gleichzeitig Analysen ermöglicht. Der Dreh- und Angelpunkt bei diesem Ansatz: Kunden behalten die vollständige Kontrolle und Verantwortung für ihr verschlüsseltes Material. „51·çÁ÷kann unter keinen Umständen auf unverschlüsselte Daten zugreifen. Die einzigen Daten, die unsere Informationssysteme verlassen, sind von uns verschlüsselt“, so Duverger. „Mit der (51·çÁ÷BTP) behalten wir die Verschlüsselungsschlüssel in unserer Obhut. Das unterscheidet 51·çÁ÷BTP von Wettbewerberlösungen.“  

5 Prozent weniger Strafkosten für verspätete Zahlungen 

Im Verlauf dieses Co-Innovationsprojekts sind die Schwachstellen in den Beschaffungsprozessen der Stadt Antibes zutage getreten, die immer wieder zu Strafen aufgrund verspäteter Zahlungen bei Lieferanten und zu Lieferverzögerungen führen. „Durch die Einführung dieses Ansatzes mit einem sicheren dezentralen Transaktionsregister haben wir diese Key Performance Indicators verbessert, ohne den Prozess an sich zu verändern. Wir können nun all unsere Beschaffungsvorgänge zuverlässig verwalten“, resümiert Duverger. „Ein wichtiger Erfolg war für uns, dass wir unsere Zahlungsverzugsquote um 5 Prozent senken und so die Auswirkungen der Strafkosten für verspätete Zahlungen auf unser globales Ausgabenbudget auf ein Minimum reduzieren konnten.“ 

Mit der Auszeichnung Territoria Gold Award der französischen Ministerien für Inneres und für ökologischen Übergang und territorialen Zusammenhalt erhielt das Projekt kürzlich Anerkennung auf höchster nationaler Ebene.

© Niclas Fagot Studio9

Wenn Sie mehr über den Service 51·çÁ÷Cross-Company Workflow Collaboration erfahren möchten, können Sie unter icn@sap.com mit uns Kontakt aufnehmen.


Corinna Schmidt arbeitet im Bereich NVT Communications bei der SAP.

Abonnieren Sie den 51·çÁ÷News Center Newsletter

The post Die Stadt Antibes definiert die Vertragsverwaltung neu appeared first on 51·çÁ÷News Center.

]]>
Mitsubishi Chemical Europe: Kunststoffe nachverfolgen mit GreenToken /germany/2022/08/mitsubishi-kunststoffe-nachverfolgen-green-token/ Mon, 15 Aug 2022 06:00:56 +0000 /germany/?p=161776 Wie sich Plastikmüll vermeiden und recyceln lässt, zeigt Mitsubishi Chemical Europe. Bei der Nachweiserbringung der Chemieprodukte unterstützt GreenToken by SAP. Mitsubishi Chemical Europe sorgt mit...

The post Mitsubishi Chemical Europe: Kunststoffe nachverfolgen mit GreenToken appeared first on 51·çÁ÷News Center.

]]>
Wie sich Plastikmüll vermeiden und recyceln lässt, zeigt Mitsubishi Chemical Europe. Bei der Nachweiserbringung der Chemieprodukte unterstützt GreenToken by SAP.

Mitsubishi Chemical Europe sorgt mit GreenToken für mehr Transparenz in seiner Recyclingkunststoff-Lieferkette. Das Unternehmen setzt im Rahmen eines Pilotprojekts die Lösung GreenToken von SAP in seiner Lieferkette für Methylmethacrylat (MMA) ein, um den Nachweis zu erbringen, dass Produkte aus Kunststoff einen bestimmten Anteil an chemisch recycelten Materialien enthalten.

Beschaffen, produzieren und entsorgen: Jahrzehntelang war dies das gängige Produktions- und Konsummodell. Produkte wurden genutzt und anschließend als Müll entsorgt. Die Abfallmenge wurde dabei jedes Jahr größer. Nur 12 % aller Plastikabfälle werden laut einer Studie von McKinsey bislang wiederverwendet oder recycelt. Ein Großteil hingegen wird in Verbrennungsanlagen, Deponien oder Müllhalden entsorgt. Das hat zur Folge, dass das Material nicht mehr als Ressource genutzt werden kann.

Da Regulierungsbehörden immer mehr Verbote aussprechen, Steuern auf Produkte aus Kunststoff erhoben werden und auch die Verbraucher zunehmend umweltfreundliche Alternativen bevorzugen, wächst der Druck auf Unternehmen, nachhaltiger zu werden und ein Kreislaufmodell zu unterstützen. Der weltweite Ressourcenbedarf und die dadurch entstehenden Abfälle machen Maßnahmen erforderlich, die in den nächsten zehn Jahren tiefgreifende Veränderungen für alle Branchen mit sich bringen werden. Laut einem Bericht der Ellen McArthur Foundation könnte durch die Umstellung auf das Kreislaufprinzip der Plastikmüll, der in unsere Meere gelangt, bis zum Jahr 2040 um 80 % reduziert werden.

Aus Plastikabfällen Rohstoffe für neue Produkte gewinnen

Eine Kreislaufwirtschaft, mit der sich aus Plastikabfällen neue Rohstoffe gewinnen lassen, hat für Mitsubishi Chemical Europe höchste Priorität. Durch Einsatz unterschiedlicher Recyclingtechnologien werden weniger Ressourcen benötigt, wodurch sich der ökologische Fußabdruck verringert. Das Unternehmen vertreibt hoch entwickelte Chemieprodukte wie Hochleistungskunststoffe, Polymerfolien und Halbleiterlösungen und ist der weltgrößte Hersteller von Methylmethacrylat (MMA).

„In den letzten Jahren ist die Nachfrage der Kunden nach nachhaltigen Produkten gestiegen“, berichtet Nicole Kambeck, Circular Economy Director bei Mitsubishi Chemical Europe. „Künftig wird es nicht mehr ausreichen, einfach nur ein Produkt anzubieten, das zur Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung beiträgt. Es ist außerdem mehr Transparenz entlang der Wertschöpfungskette erforderlich, um die Einhaltung von Vorschriften zum Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz nachzuweisen“, führt sie weiter aus. „Als Hersteller des Vertrauens für unsere Kunden sind wir fest davon überzeugt, dass wir mit der Blockchain-Technologie diesen Anforderungen über den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte hinweg gerecht werden können.“

Polymethylmethacrylat (PMMA), umgangssprachlich auch als Acrylglas oder Plexiglas bezeichnet, gehört zu den vielseitigsten Materialien der Welt. Es kommt in Schildern, Corona-Schutzscheiben, Beleuchtungen, Fahrzeugausstattung und vielen weiteren Bereichen zum Einsatz. Mitsubishi Chemical plant den Aufbau und Betrieb einer Recyclinganlage für Acryl, um durch sogenanntes molekulares Recycling gebrauchtes PMMA in seine ursprünglichen MMA-Bausteine zu zerlegen. Daraus sollen dann zu 100 % zirkuläres MMA und zirkuläres PMMA erzeugt werden.

 

In der globalen Wirtschaft von heute bestehen Lieferketten in der Regel aus mehreren Akteuren, und Informationen zur Herkunft von Materialien lassen sich nur schwer nachverfolgen. Genau dies aber ist Voraussetzung für die Förderung einer Kreislaufwirtschaft über den gesamten Lebenszyklus von Produkten hinweg. Um den Nachweis zu erbringen, dass Produkte aus Kunststoff einen bestimmten Anteil an chemisch recycelten Materialien enthalten, setzt Mitsubishi Chemical Europe im Rahmen eines Pilotprojekts die Lösung GreenToken von 51·çÁ÷in seiner MMA-Lieferkette ein.

Undurchsichtige Lieferketten transparenter gestalten

GreenToken kombiniert Funktionen für die Berechnung der Massenbilanz mit der Tokenisierung und Blockchain und ermöglicht Mitsubishi Chemical Europe so die Nachverfolgung der Rohstoffe von Mischkunststoffen entlang der weltweiten Lieferkette – von der genauen Bezugsquelle bis zum Endprodukt. „In der Regel stammen die Rohstoffe sowohl aus zirkulären als auch aus herkömmlichen, nicht zirkulären Quellen. Um diese undurchsichtigen Lieferketten transparenter zu gestalten, verwenden wir Token für die Herkunft einer kleinen, festen Menge des Rohstoffs: 100 kg eines Rohstoffs könnten in unserem System beispielsweise durch 100 Token abgebildet werden“, erklärt James Veale, Mitbegründer von . „Zur Darstellung der verschiedenen Eigenschaften von Rohstoffen verwenden wir dabei Token in unterschiedlichen Farben, etwa grüne Token für zirkuläre Recyclingmaterialien und rote oder gar keine Token für herkömmliche Materialien“, führt er aus.

Die Datensätze dieser Token werden im zugrunde liegenden Blockchain-Ledger gespeichert. Wenn das Material die Lieferkette durchläuft, übermittelt das Cloud-System von GreenToken die Anzahl von Token, die der Masse des gekauften oder verkauften Materials entsprechen. Diese Token werden vom Wallet eines Akteurs in der Lieferkette in die eines anderen übertragen. Dadurch entsteht eine Rückverfolgungshistorie – eine unveränderbare Kontrollkette, die für vollständige Transparenz in der Lieferkette und vertrauenswürdige Daten sorgt. Das Verhältnis zwischen grünen und roten Token gibt Kunden unmittelbaren Aufschluss über den Anteil zirkulärer Stoffe in ihrem neuen Polymerprodukt.

„Um bei der Konzeption, Herstellung und Nutzung von Ressourcen neue Wege beschreiten zu können, benötigen wir detaillierte Daten von hoher Qualität“, erläutert Veale. „Auf der Grundlage der von GreenToken bereitgestellten Informationen zu den nachhaltigen Eigenschaften von Rohstoffen, beispielsweise zum Prozentsatz der recycelten Bestandteile, kann Mitsubishi Chemical Europe fundierte Entscheidungen zur Umsetzung seiner Ziele im Hinblick auf die Förderung einer Kreislaufwirtschaft treffen.“

Zirkuläre Geschäftsmodelle der Zukunft

Mit Funktionen für die Berechnung, Zuordnung und Übertragung von Daten zwischen verschiedenen Akteuren einer Lieferkette ergänzt die Lösung GreenToken den physischen Materialfluss nahtlos und ermöglicht es, diesen Materialfluss präzise abzubilden. Durch Einsatz dieser Lösung in unterschiedlichen Wertschöpfungsketten lassen sich in den jeweiligen Branchen neue Geschäftsmodelle umsetzen, die eine wichtige Voraussetzung für die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft sind. Die Möglichkeiten, die sich durch die Tokenisierung von Nachhaltigkeitsmerkmalen ergeben, spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung zukünftiger zirkulärer Geschäftsmodelle.


Dieser Artikel wurde ursprünglich auf ±¹±ð°ùö´Ú´Ú±ð²Ô³Ù±ô¾±³¦³ó³Ù.

Photo: Yatisha Varshney, SAP

The post Mitsubishi Chemical Europe: Kunststoffe nachverfolgen mit GreenToken appeared first on 51·çÁ÷News Center.

]]>
Emissionsstrategie: Messung, Datenaustausch und Emissionsverringerung /germany/2022/08/emissionsstrategie-messung-datenaustausch-und-emissionsverringerung/ Tue, 02 Aug 2022 06:00:19 +0000 /germany/?p=161616 Wollen Unternehmen aktiv zum Klimaschutz beitragen, müssen sie ihren CO2-´¡³Ü²õ²õ³Ù´Çß ermitteln. Das ist mitunter kein leichtes Unterfangen – Zusammenarbeit ist gefragt. Das Emissionsdatennetzwerk liefert hierfür...

The post Emissionsstrategie: Messung, Datenaustausch und Emissionsverringerung appeared first on 51·çÁ÷News Center.

]]>
Wollen Unternehmen aktiv zum Klimaschutz beitragen, müssen sie ihren CO2-´¡³Ü²õ²õ³Ù´Çß ermitteln. Das ist mitunter kein leichtes Unterfangen – Zusammenarbeit ist gefragt. Das Emissionsdatennetzwerk liefert hierfür die Grundlage für den Datenaustausch.

36,4 Milliarden Tonnen – so hoch war der weltweite CO2-´¡³Ü²õ²õ³Ù´Çß . Es ist eine Zahl, die sich nur schwer fassen lässt. Um die verheerendsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden, müssen die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 auf Null gesenkt werden, so das Fazit der Wissenschaftler. Es ist ein ehrgeiziges Ziel, das voraussetzt, dass alle Unternehmen eine Bilanz ihrer CO2-Emissionen erstellen und offenlegen. Im Jahr 2022 geht es nicht mehr darum, ob Unternehmen etwas tun müssen, sondern darum, womit sie am besten anfangen. Sie sind nicht länger stille Beobachter, sondern leisten einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels.

Lösungen für die CO2-Bilanzierung, mit denen Unternehmen ihren CO2-´¡³Ü²õ²õ³Ù´Çß ermitteln können, sind bereits verfügbar. Es gibt jedoch noch ein anderes Problem, das wesentlich schwieriger zu lösen ist: Wie können Unternehmen überhaupt Daten zu ihren direkten und indirekten Treibhausgasemissionen erheben?

Der ökologische Fußabdruck eines Unternehmens, unter den die fallen, ist komplex. Um ihn zu messen, greifen Unternehmen derzeit auf öffentlich zugängliche Kataloge wie oder die zurück. In diesen Datenbanken sind bestimmte Arten von Materialien und Aktivitäten zusammen mit Angaben dazu aufgeführt, welche CO2-Emissionen sie durchschnittlich erzeugen.

„Zwar ermöglichen diese Kataloge eine erste Schätzung des CO2-´¡³Ü²õ²õ³Ù´Çßes eines Unternehmens, jedoch kein genauen Überblick über den individuellen Status quo“, erklärt Marcus Krug, Leiter des 51·çÁ÷Innovation Center Potsdam. „Angesichts immer strengerer behördlicher Vorgaben in den einzelnen Regionen müssen Unternehmen in ihren Finanzberichten präzise und nachweisbare Zahlen zu ihren Emissionen offenlegen.“ Viele Unternehmen evaluieren außerdem auf der Grundlage präziser und zuverlässiger Nachhaltigkeitsdaten neue Geschäftsmodelle.

Große Marken wie und setzen auf Umweltschutz und integrieren nachhaltige Praktiken in ihre Geschäftsabläufe. Zuverlässige und überprüfbare Zahlen, die diese Initiativen untermauern, sind entscheidend, um Imageschäden und finanzielle Verluste zu vermeiden. Die Lösung dieses Problems erfordert einen standardisierten Ansatz, mit dem sich Emissionen mithilfe einer Vielzahl von Systemen unterschiedlicher Anbieter berechnen lassen. Die Daten können dann mit der gesamten Lieferkette – von den Zulieferern über Versandpartner und Hersteller bis hin zu den Einzelhändlern – ausgetauscht werden. Diese Prozesse sind nicht auf das Unternehmen beschränkt.

„Zusammenarbeit und Datenaustausch sind für Unternehmen das Gebot der Stunde, wenn es um die Messung und Steuerung ihres CO2-´¡³Ü²õ²õ³Ù´Çßes geht“, betont Gunther Rothermel, Senior Vice President und Leiter des Bereichs 51·çÁ÷S/4HANA Sustainability bei SAP. Sein Team untersucht, wie das Produktportfolio der 51·çÁ÷um Lösungen für neue Schwerpunktbereiche wie Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft oder die ganzheitliche Steuerung und Berichterstattung der Nachhaltigkeitsleistung erweitert werden kann. „Die Umsetzung nachhaltiger Geschäftspraktiken bedeutet, nachhaltige Verfahren durchgängig in allen Prozessen zu verankern“, so Rothermel.

Austausch mit dem Emissionsdatennetzwerk  

In Zusammenarbeit mit Industrieverbänden wie dem (WBCSD) und sowie mit anderen Softwareanbietern entwickelt das ein interoperables Emissionsdatennetzwerk, über das Kunden Daten zu ihren CO2-Emissionen austauschen und dabei die Datenhoheit sicherstellen und die Festlegung auf einen Anbieter vermeiden können. Auf der Grundlage von Self-Sovereign Identity (SSI) soll diese Datengrundlage die Berechnung der Treibhausgasemissionen eines Unternehmens ermöglichen, damit das Unternehmen diese Emissionen verringern oder ausgleichen kann.

„Die Verwendung offener Standards war entscheidend, um unterschiedliche Anbieter zur Mitwirkung an diesem Projekt zu motivieren“, erklärt Krug. „Die Rückmeldungen der Kunden waren bisher positiv und lassen darauf schließen, dass dieses offene, interoperable und dezentrale Netzwerk offenbar eine wichtige Lücke schließt. Niemand hat wirklich Interesse daran, kostspielige, nicht standardisierte Punkt-zu-Punkt-Integrationen für die gesamte Lieferkette zu entwickeln.“

Für Unternehmen ist die Messung ihrer indirekten Scope-3-Emissionen – der Treibhausgase, die entlang ihrer Lieferketten und durch die Nutzung ihrer Produkte entstehen – eine besondere Herausforderung. „Wir wissen von unseren Kunden, dass die Steuerung der Scope-3-Emissionen und deren umfassende Verringerung für sie eine gewaltige Herausforderung darstellt“, berichtet Jesper Schleimann, Chief Strategy and Innovation Officer der 51·çÁ÷für die Region EMEA Nord. „Ihre Offenheit im Hinblick auf den Austausch von Informationen und Anforderungen hat entscheidend zur Entwicklung einer offenen Lösung beigetragen, mit der alle Stakeholder in der gesamten Wertschöpfungskette von Vorteilen profitieren, und eine erfolgreiche Einführung auf globaler Ebene ermöglicht.“

Das Emissionsdatennetzwerk baut auf dem auf und schafft so die Grundlage für die Zusammenarbeit. Es ermöglicht unter anderem die Nachverfolgung des ökologischen Fußabdrucks eines Produkts von der Materialbeschaffung bis zum Endverbraucher. Da an einer Lieferkette eine Vielzahl von Parteien auf der ganzen Welt beteiligt sind, ist sie in der Regel komplex und wenig transparent.

Ein Modehändler bezieht beispielsweise Kleidungsstücke von einem Textilhersteller in Indien, die dann von einer Reederei nach Europa verschifft werden. Der Endverbraucher wünscht sich Informationen zu den gesamten CO2-Emissionen des gekauften Kleidungsstücks. Die Berechnung dieser Emissionen hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von den Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen des Textilherstellers, dem Versand per Seefracht, dem Transport zur Filiale und weiteren potenziellen Zwischenhändlern.

Das Emissionsdatennetzwerk bietet Hilfestellung bei diesem schwierigen Unterfangen, indem es Einblick in die Emissionen aller Teilnehmer des Netzwerks gewährt.

Ein dezentraler Ansatz für eine nachhaltigere Zukunft

Der Markt für Unternehmenssoftware war in den vergangenen Jahrzehnten von proprietären Lösungen geprägt. In einer Zeit, in der die Welt vor einer ihrer bislang größten Herausforderungen steht, haben jedoch viele Unternehmen erkannt, dass sich bestimmte Probleme nur gemeinsam lösen lassen. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, müssen Unternehmen neue Wege bei der Zusammenarbeit beschreiten.

Dezentrale Ansätze wie das Emissionsdatennetzwerk sind von Natur aus offen und schaffen die technische Grundlage für den unternehmensübergreifenden Datenaustausch. Sie ermöglichen außerdem die Zusammenarbeit innerhalb der Lieferkette oder zur Unterstützung eines nachhaltigen Finanzwesens. Das Netzwerk könnte darüber hinaus genutzt werden, um Nachfrage, Angebot und Verteilung von Wasserressourcen in einem Ökosystem besser zu steuern.

„Wir lenken den Markt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft und gehen dabei gemeinsam vor“, so Marcus Krug. „Der dezentrale Netzwerkansatz spiegelt die natürliche Weiterentwicklung unserer Geschäftsnetzwerke wider.“


Corinna Schmidt arbeitet im Bereich NVT Marketing & Communications bei SAP.
.

Foto: Silvia Pedroso, SAP

The post Emissionsstrategie: Messung, Datenaustausch und Emissionsverringerung appeared first on 51·çÁ÷News Center.

]]>