Angela Klose, Autor bei 51·çÁ÷News Center Unternehmensberichte & Presseportal Thu, 09 Mar 2023 15:16:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Achtsamkeit ist die neue Superkraft /germany/2022/09/achtsamkeit-neue-superkraft/ Mon, 12 Sep 2022 06:00:07 +0000 /germany/?p=162166 51·çÁ÷Global Mindfulness Practice erweitert sein Programm für Achtsamkeit und emotionale Intelligenz. Am 12. September war Global Mindfulness Day – eine jährlich wiederkehrende Erinnerung an...

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51·çÁ÷Global Mindfulness Practice erweitert sein Programm für Achtsamkeit und emotionale Intelligenz.

Am 12. September war Global Mindfulness Day – eine jährlich wiederkehrende Erinnerung an den großen Wert der Achtsamkeitspraxis. Diese ist relevant für  persönliches Wohlbefinden, gelingendes Miteinander und das Gedeihen unserer Gesellschaft in einer sich immer stärker vernetzenden Welt.

Achtsamkeit bei SAP

51·çÁ÷hat diese Vorteile schon seit längerem erkannt. 2012 als Graswurzelinitiative von wenigen Mitarbeitenden gestartet, ist das Programm für Achtsamkeit und emotionale Intelligenz inzwischen zentraler Bestandteil der SAP-Kultur.

Die wird von über 70 zertifizierten SAP-internen Search Inside Yourself (SIY)-TrainerInnen und über 90 internen Mindfulness-Ambassadoren an mehr als 50 Standorten und in über 30 Ländern unterstützt. Mehr als 14.000 Mitarbeitende haben das 16-stündige Training (virtuell oder vor Ort) bereits absolviert, viele weitere Tausend stehen auf der Warteliste.

Die Strahlkraft des Programms reicht weit über die Firmengrenzen hinaus. 100 SIY-Trainings fanden bereits bei SAP-Kunden statt, die Hilfe bei der Einführung von wissenschaftlich fundierten Achtsamkeitspraktiken in globale Organisationen wahrnahmen. Über 20 großen Unternehmen hat 51·çÁ÷bereits geholfen, SIY-Trainer auszubilden und eigene Achtsamkeits-Communities aufzubauen.

Auch junge Talente, die sich für 51·çÁ÷als Arbeitgeber interessieren, fragen inzwischen ausdrücklich nach Möglichkeiten, Achtsamkeit im Job zu praktizieren.

„Achtsamkeit und emotionale Intelligenz sind zwei grundlegende Kompetenzen, die über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheiden.“ Davon ist Christian Schmeichel, Chief Future of Work Officer von SAP, überzeugt. “Nur wer über seine persönlichen Werte und Stärken und wie er diese am besten ins Unternehmen einbringt, reflektiert, kann nachhaltig erfolgreich arbeiten.“ Folgerichtig hat er das Mindfulness Practice Programm zu einem wichtigen Punkt seiner Future of Work-Agenda und zum Bestandteil der Organisation „Health, Safety & Wellbeing“ gemacht. Wichtige Schwerpunkte sind die Stärkung von Führungskräften, die Entwicklung des persönlichen Potentials der Mitarbeitenden und die Fö°ùderung der mentalen Gesundheit.

Chief Mindfulness Officer und Leiter der 51·çÁ÷Global Mindfulness Practice Peter Bostelmann sieht die engagierte Arbeit seines Teams und der Mindfulness Practice Community durch diesen Schritt bestätigt. „Achtsamkeit ist kein Sozialklimbim, sondern Voraussetzung für ein authentisches und kraftvolles Miteinander. Es geht uns um einen Kulturwandel hin zu mehr Kreativität, Fokus, Resilienz, Führungsqualitäten und Wohlbefinden auf allen Ebenen des Unternehmens.“

Achtsamkeitspraxis und emotionale Intelligenz, das ist Peter Bostelmann wichtig zu betonen, sind nichts Abgehobenes.  Die Themen sind sehr lebensnah und unmittelbar im Arbeitsalltag nutzbar, wie die folgenden drei humorvollen Kurzvideos zeigen.

Zusammenarbeit mit Insight Timer 

Zum Global Mindfulness Day am 12. September startete das 51·çÁ÷Global Mindfulness Practice-Team eine neue Initiative mit Insight Timer, dem Marktführer für kostenlose Meditations-Apps. Nutzer des Insight-Timer können nun auf eine der 51·çÁ÷Global Mindfulness Practice zugreifen, die von 51·çÁ÷Mindfulness-Trainern aufgenommen wurde. Darüber hinaus haben SAP-Mitarbeitende im Arbeitsplatzbereich des Insight Timer die Möglichkeit, eigene Gruppen zu bilden. So kann zum Beispiel im Team meditiert werden oder geeignete Inhalte können weiterempfohlen werden.

Die angebotenen Meditationen stehen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung und spiegeln die Diversität der SAP. Weitere vielfältige Meditationen sind außerdem in Planung. Das Angebot richtet sich nicht nur an Anfänger, die nach dem SIY-Kurs einen Einstieg suchen, um Achtsamkeit in ihren Alltag zu integrieren. Es richtet sich ebenfalls an erfahrene Meditierende, die sich über neue Inspiration freuen.

So wird es vielen Menschen noch einfacher gemacht, die neue Superkraft Achtsamkeit im Alltag für sich zu nutzen.

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Nachhaltigkeit in die Bilanz bringen /germany/2021/04/nachhaltigkeit-wirtschaften-quartavista-bilanzierung/ Thu, 15 Apr 2021 06:00:13 +0000 /germany/?p=155410 Wer nachhaltiges Wirtschaften will, muss auch die Erfolgsrechnung von Unternehmen neu denken. Das Projekt QuartaVista zeigt, wie es geht. Weltweit gehen Menschen für Umwelt- und...

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Wer nachhaltiges Wirtschaften will, muss auch die Erfolgsrechnung von Unternehmen neu denken. Das Projekt QuartaVista zeigt, wie es geht.

Weltweit gehen Menschen für Umwelt- und Klimaschutz auf die Straße, Verbraucher treffen bewusstere Kaufentscheidungen und die Politik reagiert mit Maßnahmen, wie dem europäischen , der Taxonomie-Verordnung oder dem Lieferkettengesetz.

Auch in der Finanzwelt hat sich der Wind gedreht. Ein prominentes Beispiel ist Larry Fink, CEO der Investmentgesellschaft Blackrock, der 2020 schrieb: „Das Klimarisiko ist auch ein Anlagerisiko“.

Mit diesen Entwicklungen wächst auch der Handlungsdruck auf Unternehmen. Doch wer die Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit motivieren will, muss auch bereit sein, die Erfolgsrechnung der Unternehmen – ihre Bilanzen – neu zu denken. Genau hier knüpft QuartaVista an, ein von 51·çÁ÷geführtes Innovationsprojekt, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefö°ùdert wurde.

„Im Kern geht es bei QuartaVista darum, Unternehmenserfolg nicht mehr rein finanziell zu messen, sondern weitere Aspekte – Ökologie, Wissen und Soziales – in der Bilanz abzubilden“, so fasst es Reiner Bildmayer, QuartaVista-Projektleiter bei SAP, zusammen.

Denn, „nachhaltiges Handeln wird auch für Unternehmen zunehmend zum Erfolgs- und Wirtschaftsfaktor“, erklärte Staatssekretär Bjö°ùn Böhning vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bei der Abschlusskonferenz des Projekts, das vom November 2018 bis Februar 2021 lief und kürzlich in Berlin seine Ergebnisse präsentierte.

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QuartaVista – Vier Perspektiven

QuartaVista leistete Pionierarbeit

Gemeinsam entwickelten 51·çÁ÷und die Regionalwert AG, Freiburg die QuartaVista-Methodik. Das Neue an QuartaVista ist, dass Leistungen für nachhaltiges Wirtschaften, aber auch Risiken, in der Bilanz auf der Positiv- bzw. Negativseite abbildet werden können.

Voraussetzung dafür war zunächst, den Nachhaltigkeitsleistungen einen betriebswirtschaftlichen Wert beizumessen. „Im Projekt haben wir 180 Nachhaltigkeits-Kennzahlen entwickelt und die Basis für die Bilanzierung dieser Leistungen geschaffen“, erläuterte Christian Hiß, Gründer und Vorstand der Regionalwert AG, Freiburg.

Um es am Beispiel Wissenserhalt zu erklären: Bildet der Betrieb neue Mitarbeiter aus, entstehen ihm nach der QuartaVista-Methodik nicht nur Kosten. Stattdessen können die Unternehmen den Aufbau und Erhalt von Wissen anhand der entsprechenden Kennzahl auch auf der Habenseite verbuchen.
Die Projektpartner Bingenheimer Saatgut AG, BODAN Großhandel für Naturkost GmbH, Bohlsener Mühle GmbH & Co. KG und die Regionalwert AG, Freiburg erprobten die Methodik in der Praxis. Die Rolle der 51·çÁ÷war es, die Bilanzierung nach QuartaVista in einem softwareunterstützten Dashboard abzubilden. Darüber hinaus entwickelten die Parmenides Stiftung, eine gemeinnützige Forschungseinrichtung, und Cognostics AG, ein Experte für künstliche Intelligenz, eine zukunftsweisende Visualisierung der Kennzahlen.
„QuartaVista hat prototypisch gezeigt, wie man Nachhaltigkeitskennzahlen in die Buchhaltung und damit auch in die Unternehmenssteuerung integrieren kann“, so Annika Woltjen, QuartaVista-Projektleiterin bei BODAN Großhandel für Naturkost. „Wir haben das bis in die Details heruntergebrochen, und das zeichnet das Projekt letztlich aus“, so Bildmayer.
Eine ganzheitliche Unternehmenssteuerung beinhalte den Zusammenschluss von finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen, betonte auch Dr. Martin Heinig, Leiter des Bereichs New Ventures and Technologies bei SAP. „Man muss die Daten sammeln, bewertbar und vergleichbar machen. Dafür hat QuartaVista einen großen Schritt in die richtige Richtung getan.“

Dashboard von QuartaVista und 51·çÁ÷sorgt für nachhaltige Bilanzierung.
Die  51·çÁ÷hilft dabei die Bilanzierung nach QuartaVista in einem softwareunterstützten Dashboard abzubilden.

Wahre Preise für nachhaltiges Wirtschaften

Ein Beispiel, wie sich QuartaVista in der Praxis auswirken könnte, sind die Preise.

„Die Chance von QuartaVista ist, an wahre Preise heranzukommen“, betonte Philip Luthardt, Nachhaltigkeitsmanager bei Bohlsener Mühle. „Es ist eine Chance für biologisch produzierende Unternehmen zu zeigen, welchen Mehrwert wir gesamtgesellschaftlich schaffen.“

Isabelle Sanchez, kaufmännische Leiterin bei der Bingenheimer Saatgut hält Transparenz für eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz von Preisen. „Wenn man erklärt, welche Werte wir produzieren und was in dem Produkt steckt, dann sind die Kunden damit einverstanden“, so Sanchez. Als Beispiel nennt sie ökologisch erzeugte, samenfeste Sorten, aus deren Saatgut immer wieder die gleiche Pflanze nachwächst. Dies erspare es dem Kunden, im Folgejahr neues Saatgut zu kaufen.

„Das Billig von heute ist das Teuer von morgen. Risiken und Schäden in die Bilanz bringen, ebenso wie Leistungen zugunsten von Nachhaltigkeit, bedeutet viel mehr, als dass Produkte teurer werden. Es bedeutet, die Marktwirtschaft anhand einer neuen Erfolgsrechnung neu auszurichten“, betonte Dr. Jenny Lay-Kumar, QuartaVista-Projektleiterin bei der Regionalwert AG, Freiburg.
Eine neue Art der Rechnungslegung muss also nicht unbedingt bedeuten, dass ökologisch produzierte Produkte teurer werden. „Nachhaltiges Wirtschaften ist eine Investition, die ins Vermögen aktiviert wird. Ich kann völlig andere Preise machen, wenn Quarta Vista umgesetzt wird“, erklärte Hiß.

Experimentierraum und Denkwerkstatt – nicht nur für das Finanzwesen

Für die Projektpartner markierte die Abschlussveranstaltung kein Ende, sondern vielmehr einen Anfang. Sie wollen ihren Ansatz in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Universitäten und der Politik weiter vorantreiben.

Es gibt noch viel zu tun – das Projekt verstand sich als Experimentierraum und Denkwerkstatt. „Wir haben ein Werkzeug, mit dem wir Denken üben können. Wir können etwas tun und schauen, was unser Handeln bewirkt. Das ist der Beginn einer größeren Veränderung, nicht nur im Finanzwesen“, erklärte Professor Dr. Karin Gräslund, Wiesbaden Business School und DSAG auf der Abschlusskonferenz.

„Wir haben mit QuartaVista ein Füllhorn aufgemacht. Wir sind fest entschlossen, weiter zu machen“, bekräftigte Bildmayer.


QuartaVista und die „Initiative Neue Qualität der Arbeit“

„QuartaVista – Navigationssystem für werteorientierte Unternehmen“ ist eines von 17 von der Initiative Neue Qualität der Arbeit initiierten Projekten mit interdisziplinären Experimentierräumen, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefö°ùdert werden. Laufzeit: November 2018 – Februar 2021.

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Bilanzierung neu denken /germany/2020/11/bilanzierung-nachhaltiges-wirtschaften/ Tue, 24 Nov 2020 07:00:03 +0000 /germany/?p=153181 Mit dem „Weiter so“ in der globalen Wirtschaft ist spätestens seit Corona Schluss. Doch wer nachhaltiges, zukunftsfähiges Wirtschaften fordert, muss auch Unternehmensbilanzen neu denken und...

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Mit dem „Weiter so“ in der globalen Wirtschaft ist spätestens seit Corona Schluss. Doch wer nachhaltiges, zukunftsfähiges Wirtschaften fordert, muss auch Unternehmensbilanzen neu denken und ökologische oder soziale Leistungen integrieren. Das Projekt QuartaVista zeigt, wie es geht.

In Überlingen am Bodensee rollen zwei Hybrid-LKW über den Hof des Bio-Großhändlers BODAN. Im Elektromodus sparen sie nicht nur Treibstoff, sondern sind auch extrem leise, was Anwohner besonders bei der Nachtauslieferung schätzen. Diese Vorteile gibt es jedoch nicht umsonst: Die Mehrkosten von 45.000 Euro gegenüber einem herkömmlichen LKW schlagen sich in der Unternehmensbilanz als Aufwand nieder. Wenn BODAN dennoch die Investition auf sich nimmt, hat das eher etwas mit dem Selbstverständnis des Öko-Pioniers zu tun.

Traditionelle Bilanzierungsmethoden schauen allein auf die finanzielle Dimension, und so gesehen ist Nachhaltigkeit für Unternehmen ein reiner Kostenfaktor.

Mit dieser Thematik beschäftigt sich Christian Hiß, Gründer und Vorstand der Regionalwert AG Freiburg, speziell auf dem Gebiet der Landwirtschaft: „Ich habe schon vor über zwanzig Jahren entdeckt, dass zwischen der Betriebsrealität im landwirtschaftlichen Betrieb und der Abstraktion in Buchhaltung und Bilanzierung eine Diskrepanz herrscht, dass sie im Hinblick auf soziale, ökologische und andere Faktoren unvollständig ist.“

Inzwischen sind die Zeichen eines gesellschaftlichen Wertewandels kaum zu übersehen: Die Weltgemeinschaft setzt mit den neue Maßstäbe. Hinzu kommt, dass die Corona-Pandemie die Zerbrechlichkeit globaler Lieferketten aufzeigt und die Nachfrage nach regionalen, ökologisch erzeugten Produkten verstärkt. Wer wirksame Anreize für Unternehmen schaffen will, sich für Klima- und Umweltschutz, regionale Erzeugung oder die Ausbildung von Arbeitskräften zu engagieren, sollte Nachhaltigkeit nicht nur als ideellen Wert verstehen, sondern in die Sprache der Wirtschaft, die Rechnungslegung, übersetzen.

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Navigationssystem Für Nachhaltiges Wirtschaften

QuartaVista – ein Modell für die ganzheitliche Bilanzierung

Genau das ist die zentrale Aufgabenstellung des Innovationsprojekts QuartaVista („vier Perspektiven“), das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefö°ùdert wird.

„Ich denke, wir sind am Anfang einer Bewegung. Nachhaltigkeit wird ein so großer wirtschaftlicher Entscheidungsfaktor werden, dass eine klassische Gewinnmarge in sichtbarer Zukunft nicht mehr den Stellenwert haben wird wie bisher“, erklärt Reiner Bildmayer, Projektleiter für QuartaVista bei SAP.

Als „Experimentierraum“ erweitert QuartaVista den Blick auf Unternehmen von einer auf vier Perspektiven: Finanzen, Ökologie, Soziales und Wissen. Die Projektpartner sind die Firmen ,Ìý , , , , und . Gemeinsam erproben sie, wie nachhaltiges Handeln in konkrete Kennzahlen gegossen werden kann.

„Das Neue an QuartaVista ist, dass man Leistungen für nachhaltiges Wirtschaften, aber auch Risiken, in der Bilanz auf der Positiv- bzw. der Negativseite abbildet und dadurch in der Konsequenz zu einem nachhaltigeren Wirtschaften kommt“, erklärt Hiß.

Konkrete Kennzahlen entwickeln

Doch welche Ziele und Kennzahlen sollen gemessen werden? Und wie, fragen die Kritiker, kann man Investitionen in Nachhaltigkeit objektiv bewerten?

Die Regionalwert AG Freiburg und andere Projektpartner haben den Anfang gemacht und konkrete Kennzahlen definiert, die sich unter anderem aus den 17 SDGs ableiten. Am Beispiel des Ziels 4, Bildung, kann man sich etwa fragen: Wird Wissensvermögen im Betrieb aufgebaut und gehalten oder geht es verloren?

Nachhaltigkeitsleistungen können bilanziell erfasst werden, bekräftigt Hiß. „Das Entscheidende ist, den richtigen Leistungsfaktor, das richtige Buchhaltungskonto zu finden, und in QuartaVista zeigen wir, dass es geht.“

Die Rolle der 51·çÁ÷ist es, die Bilanzierung nach QuartaVista in einem softwareunterstützten Dashboard abzubilden. Über das Dashboard lassen sich Nachhaltigkeitsmaßnahmen in einer Art und Weise abbilden, die auch in der Finanzwelt verstanden wird. „Wir versuchen, Nachhaltigkeitswerte messbar darzustellen und in die Finanzwelt zu schieben – und damit habe ich auch eine Sichtbarkeit“, erklärt Bildmayer.

Bilanz-Dashboard von QuartaVista ermöglicht nachhaltiges Wirtschaften.
Die Rolle der 51·çÁ÷ist es, die Bilanzierung nach QuartaVista in einem softwareunterstützten Dashboard abzubilden.

Faire Preise und Transparenz für den Verbraucher

Werden Werte aus den drei Dimensionen Wissen, Ökologie und Soziales als betriebliche Vermögensart betrachtet, können sie auch mit eingepreist werden. Die BODAN GmbH steht seit ihrem Anbeginn im Wettbewerb mit der konventionellen Lebensmittelindustrie. Wenn man nur das Preisschild betrachtet, schneiden die Ökoprodukte erst einmal schlecht ab. Dabei haben gerade die zurückliegenden Monate mit der Corona-Pandemie gezeigt, dass die Konsumenten nicht-materielle Werte wie Regionalität, Frische und Transparenz stärker in ihren Verbraucherentscheidungen wertschätzen. Im Frühjahr 2020 verzeichnete BODAN Umsatzsprünge von bis zu 40 Prozent pro Monat, die nicht allein auf den Wegfall der Außer-Haus-Verpflegung und die erhöhte Bevorratung der Privathaushalte zurückzuführen sind.

„Wenn man die nicht-materiellen Leistungen der ökologischen Landwirtschaft in die Kalkulation einbezieht, wie Boden- und Wasserschutz, dann sind diese Produkte schon heute günstiger als konventionell erzeugte Produkte“, argumentiert Sascha  Damaschun, einer der Geschäftsführer von BODAN. So investiert BODAN beispielsweise in eine ökologische Pflanzenzüchtung und nachhaltige Saatgut-Entwicklung. „Die genetische Vielfalt unserer Nutzpflanzen ist ein relevanter ökonomischer Wert“, erklärt Damaschun. Dabei seien nachhaltig gezüchtete Pflanzen oft resilienter gegenüber Klimaveränderungen als Hochleistungssorten aus dem konventionellen Landbau, kämen ohne chemisch-synthetische Dünge- oder Pflanzenschutzmittel aus. Die Investitionen von ca. 70.000 Euro in den Jahren 2014 bis 2019 kann BODAN im QuartaVista-Dashboard nicht nur auf der Soll-, sondern auch auf der Habenseite verbuchen.

Die Debatte zieht längst größere Kreise. So forderte die Politikökonomin und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin Professor Dr. Maja Göpel in einem : „Die Preise müssen die ökologische Wahrheit sagen. Bisher haben jene Firmen einen Vorteil, die ihre Umweltkosten externalisieren. Wie schaffen wir es also, die Steuer- und Abgabensysteme so zu korrigieren, dass Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen wettbewerbsfähig werden? Es wäre eine ganz, ganz wichtige Korrektur, Umweltverbrauch so zu bepreisen, dass jene Unternehmen sich positiv absetzen können und jene Technologien in den Markt kommen, die genau dieses nachhaltige Wirtschaften ermöglichen.“

Nachhaltigkeitskennzahlen als strategisches Steuerungsinstrument

Unternehmen wie BODAN sind seit Jahren in der Nachhaltigkeitsberichterstattung aktiv. Nachhaltigkeitsberichte bilden jedoch naturgemäß das Vergangene ab und stehen außerhalb der Unternehmensbilanz. Das Modell QuartaVista greift hingegen auf der Basis monetärer Werte in die Zukunft und bietet Einsichten bereits an dem Punkt, an dem Investitionsentscheidungen getroffen werden. Somit ist QuartaVista als ein Navigationssystem zu verstehen, das Unternehmen bei einer zukunftsgerichteten Steuerung unterstützt.

Auch die Bohlsener Mühle in der Lüneburger Heide verarbeitet aus Überzeugung 100 Prozent biologische Rohstoffe, 40 Prozent davon aus der Region, beim Hauptprodukt Getreide sogar 85 Prozent. Nachhaltigkeit gehö°ùt daher seit den Anfängen 1979 zur DNA des Unternehmens. Daraus leitet der Betrieb sein gesamten Handeln ab, etwa die Nutzung von Ökostrom. Die hauseigene Dinkelspelzenheizung erzeugt Wärme aus den Beiprodukten der Dinkelverarbeitung und versorgt vor Ort 75 Haushalte mit Wärme. So wurden im Jahr 2019 400 Tonnen CO2 eingespart. Aktuell erlebt auch die Bohlsener Mühle, dass die Corona-Pandemie die Nachfrage nach regionalen und ökologisch hergestellten Produkten verstärkt hat.

Die QuartaVista-Methode greift tief ins Unternehmensgeschehen des Bio-Pioniers ein. Als Kennzahlen hat Bohlsener Mühle unter anderem Wissenserhalt und -aufbau, die Klimabilanz oder die Arbeitsqualität in der Lieferkette definiert. Diese Nachhaltigkeitskennzahlen sollen in der Bilanz gleichrangig sein mit wirtschaftlichen Kennzahlen, erklärt Philip Luthardt, Nachhaltigkeitsmanager bei Bohlsener Mühle.

Für die Mitarbeiter sei dies eine große Umstellung: „Jetzt sollen sie sich plötzlich neben Umsatzrendite und Produktionszahlen auch an Nachhaltigkeitskennzahlen messen lassen.“ Doch gleichzeitig erlange Nachhaltigkeit eine andere Wertschätzung im Unternehmen. „Das ist eine neue Denke, mit der wir Nachhaltigkeit in die entscheidenden Stellen von Unternehmenssteuerung und -bewertung integrieren können“, so Luthardt.

Echte Konsequenzen für echten Wandel

Auch die Bingenheimer Saatgut AG hat Nachhaltigkeit als Unternehmensziel verankert. „Man verkauft nicht nur ein Produkt“, erklärt die kaufmännische Leitern Isabelle Sanchez „man braucht als Unternehmen eine Kultur, ein Leitbild.“ Zu diesem Anspruch gehö°ùt, dass der Saatguthersteller primär regionale Bezugsquellen und erneuerbare Energien nutzen und befristete Arbeitsverträge reduzieren will. Die große Welle an Bestellungen während der Coronakrise, etwa zweimal so viele wie im Vorjahr, gibt Bingenheimer Saatgut recht.

Wenn die Gesellschaft wirklich einen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit will, muss dies Konsequenzen haben: „Wenn ein Unternehmen beispielsweise Ökostrom nutzt, sollte es einen bilanziellen oder steuerlichen Vorteil haben gegenüber einem Konkurrenten, der Atomstrom bezieht“, so Sanchez.

Denkt man das weiter, würden sich die Gewichte auf dem Markt verschieben: „Wenn Unternehmen solche Risiken in die Bilanz übernehmen müssen, wenn es Normen gibt, die für alle gelten und die von Wirtschaftsprüfern nachgeprüft werden, dann sind alle verpflichtet, etwas zu tun“, so Sanchez, „denn sonst wären sie nicht mehr konkurrenzfähig.“ Langfristig sieht Sanchez in QuartaVista ein Instrument, „das uns in Zukunft helfen wird, den Klimawandel in den Griff zu kriegen.“

Die Projektpartner legen Wert darauf, dass QuartaVista „streng in der Logik des Wirtschaftens“ bleibt, so Hiß, und damit eine Vision für einen reellen wirtschaftlichen Wandel schafft. Das Projekt, das im Herbst 2018 begann, läuft noch bis Ende Februar 2021.

Mehr über QuartaVista – Navigationssystem für nachhaltiges Wirtschaften:

ist eines von 17 Projekten, die im Rahmen der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ (INQA) und der Richtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“ (Lern- und Experimentierräume) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefö°ùdert und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fachlich begleitet werden. Die Experimentierräume der INQA dienen zum Testen neuer Ideen und zum Erfahrungsaustausch. Mehr Details erfahren Sie im .

 

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Reitsimulator lädt zum Ritt ein /germany/2020/10/reitsimulator-equestrian-experience/ Fri, 09 Oct 2020 06:00:54 +0000 /germany/?p=152118 Das neue 51·çÁ÷Equestrian Experience Center in Walldorf wartet mit innovativen Technologien auf – wie einem Reitsimulator. Technologie trägt fortwährend dazu bei, den Pferdesport seinen...

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Das neue 51·çÁ÷Equestrian Experience Center in Walldorf wartet mit innovativen Technologien auf – wie einem Reitsimulator.

Technologie trägt fortwährend dazu bei, den Pferdesport seinen Fans noch näher zu bringen. Die 51·çÁ÷und ihre Partner unterstützen den Reitsport seit 2012 auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.

Die Installation eines Reitsimulators im neu eröffneten 51·çÁ÷Equestrian Experience Center des Reit- und Rennvereins Walldorf (RVV) markiert für den Pferdesport nun den Sprung ins digitale Trainingszeitalter. Der Reitsimulator ist auf alle Disziplinen ausgerichtet – Springreiten, Dressur und Geländereiten – und ermöglicht es Reitern, Bewegungsabläufe in kontrollierter Umgebung einzuüben.

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Experience Germany’s First Riding Simulator for Eventing

Sprung ins digitale Trainingszeitalter mit dem Reitsimulator

Das macht den RVV zum idealen Ort für alle Reitsportbegeisterten, die ihr Trainingsniveau steigern, sich auf einen Wettbewerb vorbereiten oder einfach nur das Reitgefühl erstmalig erleben möchten. Darüber hinaus bieten professionelle Trainer spezifische Lehrgänge an, zum Beispiel für Reiter, die sich von Verletzungen erholen, oder mit Schwerpunkt auf Angstbewältigung.

Die 51·çÁ÷arbeitet zudem gemeinsam mit dem Partner Racewood daran, das Simulationserlebnis durch den Einsatz von SAP-Technologie weiter zu optimieren. Mithilfe von Sensordaten von 51·çÁ÷wurde ein Teil der Geländestrecke des Reitturniers für den Reitsimulator virtualisiert. Reitenthusiasten können sich jetzt also in den Sattel schwingen und den Parcours ihrer Vorbilder im Pferdesport virtuell erleben.

Einblick in neue Technologien

Im 51·çÁ÷Equestrian Experience Center erhalten Interessierte auch Einblick in weitere SAP-Technologien für den Reitsport.

Dank eines 2D-Modells des Geländes des CHIO Aachen können sich Besucher etwa durch die verschiedenen Disziplinen und Arenen führen lassen und die zahlreichen eingesetzten Technologien kennenlernen. Fans können auch Dressurwettbewerbe in Echtzeit bewerten, Reiter auf der Geländestrecke verfolgen und Runden im Springreiten analysieren. Sie können mit der neuen sogar eine virtuelle Runde im Vielseitigkeitsreiten spielen.

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51·çÁ÷Equestrian Experience Center Is Live

 

Registrieren Sie sich um den ersten Vielseitigkeits-Reitsimulator Deutschlands in Walldorf auszuprobieren.

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