Andreas Thon, Autor bei 51·çÁ÷News Center Unternehmensberichte & Presseportal Tue, 21 Mar 2023 10:45:42 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Warum die Fertigungsindustrie 2023 risikoresistente Lieferketten braucht /germany/2023/01/fertigungsindustrie-2023-lieferketten-automobilbranche-supply-chain/ Thu, 19 Jan 2023 07:00:07 +0000 /germany/?p=164152 Volle Auftragsbücher und weniger Umsatz: Die andauernden Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten machen der Automobilbranche und anderen Fertigungsunternehmen seit Monaten massiv zu schaffen. Durch mehr...

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Volle Auftragsbücher und weniger Umsatz: Die andauernden Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten machen der Automobilbranche und anderen Fertigungsunternehmen seit Monaten massiv zu schaffen. Durch mehr Risikoresistenz lassen sich Störungen abfedern oder ihre negativen Auswirkungen zumindest begrenzen.

Quelle: Statista, Federal Reserve Bank of New York

Weil Vorprodukte aus dem Ausland fehlten, konnte die deutsche Industrie von Anfang 2021 bis Mitte 2022 Güter im Wert von knapp 64 Milliarden Euro nicht herstellen. Das hat eine (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Diese Summe entspricht ungefähr 1,5 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung im Jahr. Ob Maschinen- und Anlagenbauer, Solaranlagenhersteller oder Hightech – an keinem Industriezweig geht diese Entwicklung vorbei.

Besonders stark betroffen ist allerdings die Automobilindustrie, deren Wertschöpfung in Deutschland wegen des Mangels an wichtigen Komponenten um knapp 31 Milliarden Euro geringer ausfiel. War es zuerst der weltweite Chipmangel, der die Fahrzeughersteller ausbremste, kamen später fehlende Kabelbäume und Teile für die Lenkräder aus der Ukraine hinzu. Obwohl die Auftragsbücher der Autoindustrie voll sind, können die Bestellungen deshalb nicht erledigt werden.

Risiken minimieren und kostenintensive Ausfälle vermeiden

„Unsere Zahlen untermauern den Bedarf, der Resilienz der Lieferketten künftig zulasten der Kosteneffizienz ein höheres Gewicht beizumessen“, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Statt die Supply Chains wie bisher auf Gewinnmaximierung auszulegen, steht nun die Risikominimierung durch Anpassungsfähigkeit und höhere Flexibilität im Mittelpunkt. Eine Strategie, die auf eine stärkere Widerstandsfähigkeit, mehr Lagerreserven, Diversifikation und Nachhaltigkeit der Supply Chain setzt, verspricht für die Zukunft bessere Ergebnisse.

Die jahrzehntelang bewährte Praxis der Just-in-Time-Produktion, also der Zulieferung von Material im Fertigungstakt mit nur geringer Vorratslagerung, funktioniert nur so lange gut, wie die Logistikkette reibungslos arbeitet. Und ob Pandemie, Cyberangriffe oder geopolitische Spannungen – es gibt heutzutage und in Zukunft immer mehr Unwägbarkeiten, die schnell zu einer Störung führen können. Dazu kommen einseitige Abhängigkeit von wenigen Lieferanten, die dringend abgebaut werden müssen.

Daten besser nutzen und in umsetzbare Erkenntnisse umwandeln

In einer , die wir bei führenden Consulting-Unternehmen durchgeführt haben, kristallisieren sich neben der Nachhaltigkeit vor allem die bessere Sichtbarkeit und höhere Transparenz der Lieferketten als die zentralen Schwerpunkte im gerade begonnenen Jahr heraus. „Was man nicht verfolgen kann, kann man auch nicht messen“, sagte einer der befragten Experten. Dafür komme es auch darauf an, die zur Verfügung stehenden Daten besser zu nutzen und in aussagekräftige, umsetzbare und in Echtzeit gewonnene Erkenntnisse umzuwandeln.

In ihrer aktuellen Studie „“ nennen die Marktforscher von Indago (Adelante) vier fundamentale Prinzipien für eine erfolgreiche Umgestaltung der Lieferketten: Abwägen von Kosten und Effizienz der Supply Chain versus Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit, Anwenden eines Netzwerkeffekt-Ansatzes für die logistische Planung, Optimieren der Abläufe über funktionale und unternehmensübergreifende Netzwerke hinweg sowie das Einführen von Automatisierungs- und Datenerfassungslösungen. Die digitale Transformation mithilfe von cloudbasierter Software spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Wir als 51·çÁ÷bieten deshalb für die unterschiedlichen Herausforderungen für die gesamte Supply Chain entsprechende Anwendungen an. Außerdem haben wir unsere bestehenden Netzwerke für , , und mit derzeit über sieben Millionen Handelspartnern in aller Welt unter einem einheitlichen und einem gemeinsamen Datenmodell zusammengefasst. Aus den linearen Ketten sollen so schrittweise ein dynamisches globales Liefernetzwerk entstehen, dass den Unternehmen dank einer Many-to-many-Struktur zu mehr Stabilität, Transparenz, Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit verhilft.

Sorgfältige Vorausplanung mit Möglichkeiten zur Simulation

Ein vernetzter, vorausschauender Ansatz zur mit intelligenten Prognoseverfahren und Planungsalgorithmen für Absatz, Produktion, Distribution und Beschaffung unterstützen bei der gezielten Bestandsoptimierung und stellen so die Lieferbereitschaft über das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk sicher.

Von Künstlicher Intelligenz unterstützte helfen zudem im Rahmen von „Was-wäre-wenn“ Analysen den Überblick über die Folgen von Veränderungen und Entscheidungsalternativen zu behalten. So lassen sich beispielsweise alternative Transportrouten hinsichtlich ihres Einflusses auf Kosten, Umweltauswirkungen oder Kundenzufriedenheit miteinander vergleichen.

Professionelles Lieferantenmanagement minimiert die Risiken

Die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten wächst aber auch durch das Diversifizieren der Lieferanten und Produktionspartner. Statt deren Anzahl möglichst zu minimieren, um die operative und logistische Komplexität zu verringern, vermeiden mit maßgeschneiderten Risikosichten und Warnmeldungen unliebsame Überraschungen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über die Chinas und der USA, bei der sich die beiden Wirtschaftsblöcke immer weiter entflechten, sollten europäische Unternehmen möglichst flexible Beschaffungsstrukturen schaffen, um sich schnell an neue Entwicklungen anpassen zu können. Unsere hilft beim Finden neuer Lieferanten und dem reibungslosen Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit ihnen.

Wechsel der Belieferung von „Just in Time‟ zu „Just in Case‟

Die Implementierung von Kapazitäts- und Bestandspuffern trägt ebenfalls zu mehr Resilienz in den Lieferketten bei. Mit deren Umstrukturierung vom bedarfsorientierten „Just in Time‟ hin zu einem nachfragegesteuerten „Just in Case‟-Management sind Unternehmen auf sämtliche Unwägbarkeiten besser vorbereitet. Eine erhöhte Lagerhaltung ermöglicht bei diesem Ansatz „für alle Fälle“ mehr Sicherheit und erleichtert es den Firmen, besser auf plötzliche Nachfrageschwankungen und Veränderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit zu reagieren.

Unterstützt wird dieser Prozess durch moderne Systeme zur und sowie cloudbasierte , die jederzeit Auskunft darüber geben, wo sich Rohstoffe, Halbfertigfabrikate oder Enderzeugnisse zu einem bestimmten Zeitpunkt gerade befinden. Das vergangene Jahr hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig funktionierende Lieferketten für nahezu alle Aspekte unseres Lebens sind. Leider ist nicht zu erwarten, dass die Unsicherheit in Zukunft abnehmen wird. Umso wichtiger ist es deshalb, dass sich Fertigungsunternehmen und Automobilindustrie jetzt mit anpassungsfähigen und flexiblen Lieferketten vorbereiten.

51·çÁ÷NOW Germany: Wichtige Inspirationen für den erfolgreichen Start ins Jahr 2023

Mit seinem Gast Rainer Scheuring vom weltweit drittgrößten Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen sprach Andreas Thon  auf der 51·çÁ÷NOW Germany über risikoresistente Lieferketten. Sehen Sie sich hier die Aufzeichnung an:

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Fertigungsindustrie im Wandel: Was die Branche 2022 bewegt /germany/2022/01/fertigungsindustrie-wandel-branche-2022-automotive/ Thu, 27 Jan 2022 07:00:34 +0000 /germany/?p=159579 Fertigungsindustrie und Automobilbranche blicken mit gemischten Gefühlen auf das vergangene Jahr: Für die einen lief es blendend, andere hatten mit massiven Einbrüchen zu kämpfen. Doch...

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Fertigungsindustrie und Automobilbranche blicken mit gemischten Gefühlen auf das vergangene Jahr: Für die einen lief es blendend, andere hatten mit massiven Einbrüchen zu kämpfen. Doch egal, ob Boom oder Flaute: Wer künftig am Ball bleiben will, muss sich auf neue Regeln einstellen. Dazu braucht es vor allem nahtlose digitale End-to-End-Prozesse.

Das Jahr 2022 begann für etliche Automobilhersteller mit Katerstimmung. Laut Statistischem Bundesamt sank die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland 2021 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Neben den Folgen der Pandemie für Fertigung und Absatz stellt vor allem der Mangel an Halbleitern und Vorprodukten eine riesige Herausforderung für die erfolgsverwöhnte Branche dar.

Neue Trends verändern die Fertigungsindustrie

In der restlichen Fertigungsindustrie lief es dagegen deutlich besser. So rechnet der für 2021 mit einem Produktionswachstum von sieben Prozent. Angesichts der vollen Auftragsbücher erwarten Experten für 2022 sogar das beste Jahr in der Branchengeschichte. Trotzdem werden die nächsten Monate auch für die Gewinner in der Fertigungsindustrie kein Selbstläufer werden. Schon deshalb, weil der Ruf nach mehr Klimaschutz und emissionsarmen Produktionsverfahren sowie das Lieferkettengesetz die Betriebe massiv unter Druck setzen.

Um künftig auf der Erfolgsspur zu bleiben – bzw. zügig dorthin zurückzukehren – müssen Geschäftsmodelle und -prozesse schnellstmöglich auf Vordermann gebracht werden. Und zwar nicht nur, weil eine nachhaltige Produktion zunehmend zum „Must have“ wird. Sondern auch, weil die meisten Betriebe künftig weiter mit instabilen Lieferketten und volatilen Rohstoffmärkten konfrontiert sein werden.

Resilienz, Transparenz und Agilität werden für die Branchen Automotive und Manufacturing zunehmend erfolgsentscheidend. Bedeutet: Wer seine Daten und Prozesse nicht im Griff hat und seine Geschäftsprozesse verschlankt, wird auf Dauer in der Sackgasse landen. Dies gilt auch für die mittelständischen Zulieferer, die sich im Zuge des Wandels zur E-Mobilität zunehmend auf die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung ganz anderer Teile wie früher einstellen müssen.

Drei essenzielle Handlungsfelder für Manufacturing und Automotive

Dementsprechend steigt der Digitalisierungsdruck. Umso wichtiger, dass die Unternehmen in den nächsten Monaten folgende Handlungsfelder mit Nachdruck angehen:

1. Business Process Intelligence: Optimierungspotenziale ermitteln

Einer aktuellen zufolge dürfte die globale Halbleiterknappheit wohl noch einige Jahre andauern – und damit vor allem der Automobilindustrie weiter zu schaffen machen. Wenn weniger Chips geliefert werden, sinkt zwar insgesamt die Zahl der produzierten Fahrzeuge. Doch wenn die OEMs die vorhandenen Bauelemente effizienter einsetzen, können sie die Verluste begrenzen – zum Beispiel, indem sie die Chips in erster Linie in margenstarke Fahrzeuge verbauen.

Das erfordert allerdings ein hohes Maß an Agilität und damit die Bereitschaft, etablierte Produktionsabläufe flexibler auszurichten. Lösungen für die helfen dabei. Sie ermöglichen die Echtzeitüberwachung und -analyse von Prozessen und helfen dabei, drohende Engpässe rechtzeitig zu erkennen und die Fertigungsabläufe entsprechend proaktiv anzupassen.

Doch der Einsatz von BPI-Software rechnet sich keinesfalls nur in Krisenzeiten.  Im Gegenteil: Selbst boomende Branchen wie der Maschinen- und Anlagenbau sollten ihre Prozesse permanent auf den Prüfstand stellen, um Optimierungspotenziale konsequent zu ermitteln und zu realisieren. Schließlich ist große Innovationskraft seit jeher ein wesentliches Qualitätsmerkmal der deutschen Fertigungsindustrie.

Doch nicht nur deshalb gewinnt die Business Process Intelligence in den Branchen Automotive und Manufacturing im laufenden Jahr weiter an Bedeutung. Denn die detaillierten Echtzeit-Analysen liefern auch wichtige Erkenntnisse für eine Verlagerung von Systemen und Prozessen in die Cloud – und schaffen somit die Voraussetzungen für eine erfolgreiche digitale Transformation.

2. Cloudifizierung: Intelligent zusammenarbeiten

Experten sind sich einig: Die Cloud rückt zunehmend ins Zentrum unternehmerischer IT-Infrastrukturen. Für Unternehmen der Fertigungs- und Automobilindustrie ist der Schritt dorthin allerdings mit immensen Herausforderungen verbunden. Schließlich sind sie durch oft über Jahrzehnte gewachsene heterogene Strukturen und Systemlandschaften geprägt.

Diese sicher in die Cloud zu verlagern ist alles andere als einfach. Aber trotzdem unverzichtbar. Denn Cloud-Architekturen in der IT der Betriebe bilden das Fundament einer intelligenten und ermöglichen die Verarbeitung von produktions- und maschinenrelevanten Daten in Real-Time. Zudem stellen sie die Weichen für eine effiziente unternehmensübergreifende Zusammenarbeit.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Initiative Catena-X. Das europaweite Branchennetzwerk soll künftig Beteiligten der automobilen Wertschöpfungskette einen sicheren und unternehmensübergreifenden Datenaustausch in der Cloud ermöglichen. Neben Branchengrößen wie Mercedes, Bosch, 51·çÁ÷oder Siemens sind auch schon eine Reihe kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an Bord. Insgesamt gehen die Marktforscher von davon aus, dass 2022 solche Branchenclouds weltweit einen regelrechten Boom erleben werden.

3. Sustainability: Nachhaltig transformieren

Ein weiteres „hot topic“ in der Branche ist und bleibt das Thema Nachhaltigkeit. Investoren, Stakeholder und Verbraucher rücken den verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen zunehmend in den Fokus ihrer Entscheidungen. Genauso wie der Gesetzgeber, der beispielsweise mit dem Lieferkettengesetz oder der EU-Taxonomieverordnung neue Regeln vorgibt. Dementsprechend gilt es für Automobil- und Fertigungsunternehmen, zeitnah ihre Geschäftsgrundlage noch nachhaltiger auszurichten.

Wichtig dabei: Nachhaltigkeitsinitiativen dürfen sich keinesfalls nur auf einzelne Leuchtturm-Projekte beschränken. Das Thema erfordert vielmehr einen ganzheitlichen Ansatz. Wir als 51·çÁ÷helfen dabei nach Kräften und haben bereits unser gesamtes Produktportfolio für die Automotive- und Manufacturing-Branche um Nachhaltigkeitsdimensionen erweitert.

Etwa wenn es um die Verringerung des CO2-Fußabdrucks der Produkte mit Hilfe von Carbon Footprint Management geht oder mit Lösungen zur Vermeidung von unnötiger Überproduktion bei einzelnen Bauteilen. Gerade die Automobilhersteller, die in den vergangenen Jahren immer mehr gewachsen sind, müssen ihre Prozesse verschlanken und weiter nachhaltig optimieren.

51·çÁ÷NOW: Industry Talk Automotive & Manufacturing zu aktuellen Branchentrends

Was bedeutet das konkret und wie kann 51·çÁ÷die Fertigungs- und Automobilindustrie mit maßgeschneiderten Lösungen dabei unterstützen, noch besser zu werden? Das diskutieren Branchenvertreter, Digitalisierungsexpertinnen sowie Vordenker am 7. Februar von 15 bis 16 Uhr auf der virtuellen .

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Bereits um 10 Uhr sprechen am 7. Februar 2022 Alex Kläger, SAP-Leiter für die Region Mittel- und Osteuropa, und Deutschlands bekanntester Tech-Investor Frank Thelen im Special Opening Talk über branchenübergreifende Transformationsherausforderungen und revolutionäre Technologietrends. Auch das sollten Sie auf keinen Fall verpassen.

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