Schallplatten sind eines der ältesten Formate der Musikindustrie, erfreuen sich jedoch heute wieder zunehmender Beliebtheit. 2025 belief sich der Umsatz mit Schallplatten erstmals in diesem Jahrhundert auf : ein klarer Beweis dafür, dass die Nachfrage der Kunden nach physischen Tonträgern und das Interesse an einem erstklassigen Hörerlebnis wieder steigen.
Beispielhaft für diese Entwicklung steht die Audiomarke Victrola. Seit seiner Gründung im Jahr 1906 hat sich zu einem globalen Unternehmen weiterentwickelt, dessen Plattenspieler Kultstatus genießen und das für seine modernen Audioprodukte bekannt ist. Erklärtes Ziel von Victrola ist es, allen Menschen unvergessliche musikalische Erinnerungen zu ermöglichen.
Als das Unternehmen seine Vertriebskanäle ausweitete, stieß das bestehende ERP-System an seine Grenzen. Zwar lief das SAP-ECC-System (SAP ERP Central Component) weiterhin stabil und hatte dem Unternehmen im Lauf der Jahre gute Dienste geleistet, doch um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen, benötigte Victrola eine bessere Skalierbarkeit und mehr Flexibilität. Laut Adam Schneider, SVP of Digital Strategy bei Victrola, stand dabei nicht nur die Aufrechterhaltung des Betriebs im Vordergrund, sondern auch die Schaffung einer Grundlage, mit der Innovationen unterstützt werden können. „Wir brauchten etwas, das unsere Kreativität bei Victrola beflügelt“, erklärt er. Und SAP Cloud ERP war dafür bestens geeignet.
Das Credo von Victrola: Packen wir es an!
Mit dem Umstieg auf die Public Cloud hatte Victrola zum einen Zugriff auf die neuesten Technologien, zum anderen aber auch die Möglichkeit, seine Prozesse anzupassen. Das Team nutzte das Transformationsprojekt deshalb, um einen Cloud-First-Ansatz umzusetzen und das System von Grund auf neu zu gestalten.
„Bei unseren Besprechungen lautet unser Credo stets: Packen wir es an! Den Fistbump sieht man bei Victrola häufig, wir mögen ihn einfach. Das hilft uns wirklich, uns voll und ganz auf den Wandel zu konzentrieren“, führt Adam Schneider aus.
Das Projektteam legte seinen Schwerpunkt auf das Change Management und kommunizierte offen die Gründe für die Umstellung auf die Cloud und die Vorteile, die sich das Unternehmen davon erhofft. Die Begründung sei sehr wichtig gewesen, erklärt Adam Schneider, und alle seien „auf die Neuerungen gespannt“ gewesen.
Entscheidend war auch, dass das Team die Geschäftsführung in den Prozess mit einbezog und sich ihre Unterstützung sicherte, da man sich in der Führungsetage Sorgen um mögliche Betriebsunterbrechungen im umsatzstärksten Quartal von Victrola machte. Um diese Bedenken auszuräumen, stellte das Team sicher, dass das Transformationsprojekt von den Fachabteilungen geleitet wird und rund 75 % der Führungskräfte von Victrola daran mitwirkten.
Um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden und Vertrauen in die Stabilität des neuen Systems aufzubauen, wurde außerdem ein Partner hinzugezogen, der umfassende Kenntnisse im Bereich SAP Cloud ERP in das Projekt einbrachte. Dieser Partner sollte auch möglichst gut zu der besonderen Unternehmenskultur von Victrola passen, die von Offenheit und Musikinteresse geprägt ist, so Adam Schneider. Mit war der richtige Partner gefunden.
„Wir wollten jemanden, der betriebswirtschaftliche Kenntnisse im Bereich Public Cloud mit einbringen kann“, führt er aus. „Zeitlich konnten wir es uns nicht leisten, dass sich unser Partner erst im Projekt selbst mit den Einzelheiten vertraut macht. Das Know-how in Sachen Public Cloud hat deshalb eine entscheidende Rolle gespielt.“
Dank eines sorgfältig zusammengestellten Teams wurde der Umstieg von Victrola auf die Public Cloud von Stakeholdern im gesamten Unternehmen, 51·çÁ÷und Reply optimal begleitet und unterstützt.
Anpassung der Grundlage an die Anforderungen von Victrola
Die umfasste die Auftragsabwicklungs- und Finanzprozesse sowie die Abläufe in Großlagern. Durch eine strategische Planung der eigentlichen Implementierung sollte eine Überlastung des Teams im umsatzstarken vierten Quartal vermieden werden. Insgesamt nahm das Implementierungsprojekt etwa sechs Monate in Anspruch. Adam Schneider berichtet, dass sich die Fachbereiche nach und nach an das neue System gewöhnten: Im ersten Monat wuchs das Vertrauen und vier Monate nach der Einführung war ein normaler Betrieb mit kontinuierlicher Optimierung möglich.
Aufgrund von Änderungen in der Organisationsstruktur, was das Datenmanagement betraf, und infolge des Greenfield-Charakters des Cloud-Systems entschied sich Victrola gegen eine Migration seiner historischen Daten. Dadurch konnte das Unternehmen technische Altlasten und Komplexität in der neuen Umgebung vermeiden. Darüber hinaus konnten veraltete Anpassungen durch Fit-to-Standard-Workshops weitgehend beseitigt werden.
„Wir wollten ein System, das sich gemeinsam mit uns anpassen kann und das so einfach oder so komplex ist, wie wir es brauchen“, erläutert Adam Schneider.
Mit dem neuen Cloud-System profitiert Victrola von größerem Vertrauen in die Datengenauigkeit und einer flexiblen Berichterstellung. Die Finanzprozesse konnten deutlich verbessert werden: Für die Gewinn- und Verlustrechnung werden statt vier Stunden nur noch 10 bis 15 Minuten benötigt. Durch schnellere Abschlüsse und einfachere Margenanalysen kann Victrola agiler handeln, fundierte Entscheidungen treffen und bessere Ergebnisse erzielen.
„Wir haben größeres Vertrauen in unsere Daten, da wir die Umrüstung unserer Landschaft und unserer Datengrundlage sorgfältig geplant haben“, zeigt sich Adam Schneider zufrieden. Durch die Umgestaltung des Datenmanagements und der Transaktionen ist es Victrola gelungen, den Zeitaufwand für Aufgaben im Finanzwesen um über 250 Stunden zu verringern.
Pläne für die Zukunft
Mit dem Umstieg von Victrola auf die Public Cloud sind dem Wachstum und der Innovationskraft des Unternehmens keine Grenzen mehr gesetzt. „Bei der Planung unserer KI-Strategie bereitet mir unser System nun keine Sorgen mehr“, erklärt Adam Schneider. „Wir können jetzt eine KI-Strategie auf ein hochmodernes System anwenden, das von 51·çÁ÷umfassend unterstützt wird.“
Auf die Frage, was er Unternehmen raten würde, die über eine Umstellung auf die Cloud nachdenken, antwortet Adam Schneider, dass es nie den perfekten Zeitpunkt gibt, um damit zu beginnen. Man sollte jedoch keine Angst vor einer Transformation haben, sondern sie als Chance begreifen.
„Meiner Meinung nach wird es nie einen perfekten Zeitpunkt geben, um eine solche Transformation in Angriff zu nehmen“, resümiert er. „Wenn die ersten Schritte geschafft sind, fängt man an, die damit verbundenen Möglichkeiten wirklich zu nutzen und ein gutes Gefühl dabei zu haben. Dann kann man sagen: ,Es passiert, packen wir es an.‘“
Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie 51·çÁ÷die Umstellung von SAP ECC auf SAP Cloud ERP unterstützt? .
Foto mit freundlicher Genehmigung von Victrola.


