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Mitarbeitende erleben Geschäftsreisen zunehmend als Spannungsfeld. Das zeigen die Ergebnisse der . Einerseits geben 93 Prozent der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr psychisches oder körperliches Wohlbefinden auswirken. Doch andererseits sagen 67 Prozent, dass sie zögern, in diesem Jahr Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken, Angst vor Reiseunterbrechungen sowie zunehmende Unsicherheiten.

Die Umfrageresultate kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen verstärkt in Geschäftsreiseprogramme investieren. 82 Prozent der Finanzverantwortlichen planen für dieses Jahr höhere Reisebudgets. Gleichzeitig verändert sich das Verhalten der Reisenden aufgrund geopolitischer Spannungen und Risiken im Bereich der Informationssicherheit. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die steigenden Erwartungen der Mitarbeitenden zu erfüllen und gleichzeitig eine noch nie dagewesene Komplexität zu bewältigen.

Geschäftsreisen bleiben wichtig, die Erwartungen steigen jedoch.

KI-gestütztes Management für Geschäftsreisen & Reisekosten

Trotz anhaltender Unterbrechungen im globalen Reiseverkehr geben 93 % der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr mentales oder physisches Wohlbefinden auswirken. Die Gründe sind vielfältig: 45 % schätzen die Abwechslung vom Arbeitsalltag. 44 % empfinden den Tapetenwechsel als mentale Erholung. Für 36 % sind Geschäftsreisen eine Gelegenheit für persönlichen Austausch mit Kollegen und Kunden  – etwas, das im Arbeitsalltag oft zu kurz kommt.

Eltern spüren den persönlichen Nutzen noch deutlicher. 33 % sagen, dass Geschäftsreisen für sie eine Auszeit von familiären oder privaten Verpflichtungen darstellen. Bei den Reisenden ohne Kinder sind dies 26 Prozent. Eltern nennen häufiger den Zugang zu Wellness-Einrichtungen in Hotels (33 % gegenüber 25 %) und Möglichkeiten für Sport und Bewegung, die ihnen zu Hause fehlen (22 % gegenüber 14 %).

In einer Zeit, die von Erschöpfung und digitaler Überlastung geprägt ist, sehen viele Berufstätige das Reisen als Chance, wieder mehr mit Kollegen und Kunden, aber auch sich selbst in Kontakt zu kommen. Geschäftsreisen sind für Mitarbeitende offenbar längst mehr als ein notwendiges Übel.

Dem positiven Nutzen stehen jedoch zunehmende Unsicherheiten gegenüber. 67 Prozent der Geschäftsreisenden geben an, dass sie dieses Jahr zögern, Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken in geopolitisch angespannten Regionen (31 %), Angst vor Reiseunterbrechungen wie Flugverspätungen oder -ausfälle (28 %) sowie Unsicherheiten bei Einreise- und Identitätsanforderungen (16% ).

Overtourism: versteckte Kosten bei Reisen in der Hauptsaison

Fast jeder vierte Reisende (24 %) gibt an, dass Überbelegung oder Übertourismus sich negativ auf eine Geschäftsreise ausgewirkt hat. Aus diesem Grund meiden 87 Prozent der Befragten ganz bewusst stark frequentierte Touristengebiete, wenn sie auf Geschäftsreisen sind.

Die Auswirkungen sind spürbar: 43 Prozent der Geschäftsreisenden berichten von höheren Kosten an überlaufenen Reisezielen, 38 Prozent haben in überfüllten Gebieten Schwierigkeiten mit dem Transport, und 33 Prozent können aufgrund von Überbuchungen oder begrenzter Verfügbarkeit ihre bevorzugten Optionen nicht buchen. Darüber hinaus geben 27 Prozent an, dass sie sich nicht wohlfühlen, wenn sie von Menschenmassen umgeben sind. Und 26 Prozent sehen erhöhte Sicherheitsrisiken oder befürchten Anfeindungen gegen Touristen.

Mitarbeitende erwarten mehr Unterstützung auf Reisen

Aus der Umfrage geht außerdem hervor, dass sich die Erwartungen der Mitarbeitenden an die Fürsorgepflicht ihres Arbeitgebers bei Geschäftsreisen deutlich gewandelt haben. Über ein Viertel (27 %) der Befragten sehen nun ihren Arbeitgeber in der Hauptverantwortung für ihre Sicherheit auf Dienstreisen – gegenüber 18 Prozent im Jahr 2020, als eine ähnliche Frage gestellt wurde. Diese Erwartungshaltung ist bei jüngeren Generationen sogar noch ausgeprägter: Nur 35 Prozent der Millennials und 33 Prozent der Generation Z sehen sich selbst in der Hauptverantwortung, verglichen mit 47 Prozent der Babyboomer.

Das Vertrauen in die Notfallvorsorge des Arbeitgebers ist gemischt: Nur 58 Prozent der Reisenden sind weitgehend oder vollständig überzeugt, dass ihr Unternehmen sie im Ernstfall erfolgreich aus einem Land evakuieren könnte.

Aus Sicht der Reisemanager ist die Lage ernst: 86 Prozent der Befragten befürchten, dass ihr Unternehmen nicht genug für die Sicherheit der Mitarbeitenden auf Reisen tut. Interessanterweise sehen nur 38 Prozent der CFOs ihr Unternehmen in vollem Umfang verantwortlich für die Sicherheit der Mitarbeitenden auf Geschäftsreisen. Die Mehrheit sieht diese Verantwortung in erster Linie bei den Mitarbeitenden selbst.

Die größte Gefahr bei Geschäftsreisen ist laut Reisemanagern das Risiko, dass sensible Daten bei Auslandsreisen gehackt werden (44 %) – noch häufiger genannt als geopolitische Konflikte (43 %), kurzfristige Verspätungen (39 %) oder schwere Unwetter (39 %).

Technologische Lösungen wie Standort-Tracking können dazu beitragen, die Sicherheit der Mitarbeitenden zu erhöhen. Grundsätzlich sind Reisende bereit, ihre Standortdaten zu teilen – allerdings nicht bedingungslos. So geben 79 Prozent an, zumindest teilweise damit einverstanden zu sein, dass Arbeitgeber ihren Standort während Geschäftsreisen verfolgen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Doch das Vertrauen bleibt fragil: Fast ein Drittel (29 %) sagt, dass eine Echtzeitüberwachung von Standort und Ausgaben ihr Vertrauen in die Unternehmensführung erschüttern würde.

Die Ergebnisse verdeutlichen einen zunehmenden Balanceakt: Mitarbeitende erwarten auf Reisen immer mehr Unterstützung und Absicherung durch den Arbeitgeber, verlangen aber gleichzeitig Transparenz darüber, wie ihre Daten verwendet werden.

Steigende Budgets, fehlende Tools und mangelnde Unterstützung

Finanzverantwortliche erkennen weiterhin den strategischen Wert von Geschäftsreisen an. Nahezu alle befragten CFOs (97 %) halten Geschäftsreisen für wichtig für die Wachstumsstrategie ihres Unternehmens. 82 % erwarten, dass das Reisebudget in diesem Jahr steigen wird. Aber mit steigenden Investitionen gehen auch strengere Kontrollen einher. Fast neun von zehn CFOs (89 %) sind der Meinung, dass Travel Manager besser begründen müssen, wie Geschäftsreisen zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen.

Travel Manager hingegen geben an, dass sie die Rentabilität nachweisen sollen, ohne ausreichende Unterstützung von ihrer Organisation zu erhalten. 84 % sind sich einig, dass sie die Unternehmensziele ohne stärkere Rückendeckung der Finanzverantwortlichen nicht vollständig erreichen können. Ihre wichtigsten Anforderungen umfassen: bessere Daten und Erkenntnisse zum Nachweis der Rentabilität (44 %), Schulungen zum effektiven Einsatz von KI (43 %), mehr Unterstützung für Richtlinienänderungen oder neue Initiativen (42 %) sowie zeitgemäße Technologielösungen (40 %).

Diese Diskrepanz offenbart eine zentrale Herausforderung: Wenn Unternehmen mehr in Geschäftsreisen investieren, riskieren sie, diese Investitionen zu untergraben, sofern sie Reisemanagern nicht die Tools und Unterstützung bereitstellen, die für messbare Ergebnisse erforderlich sind.

Die Vertrauensgleichung

Die Ergebnisse aus dem Jahr 2026 zeigen, dass Geschäftsreisen im Hinblick auf Wachstum, Zusammenarbeit und Mitarbeitererlebnis weiterhin einen erheblichen Mehrwert bieten. Doch sie offenbaren auch wachsende Diskrepanzen zwischen den Erwartungen der Unternehmen an Reiseprogramme und den tatsächlichen Erfahrungen der Mitarbeitenden auf Geschäftsreisen – Diskrepanzen, die sich zunehmend auf das Wohlbefinden der Reisenden, die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, die Richtlinienkonformität und das Vertrauen in die Unternehmensführung auswirken.

Unternehmen, die diese Lücken schließen, indem sie klarer kommunizieren, bessere Governance bieten, Reisende stärker unterstützen und Tools zur Verfügung stellen, die Mitarbeitende gerne nutzen, sind besser aufgestellt. Sie können Geschäftsreiseprogramme aufbauen, denen Mitarbeitende vertrauen und die von der Führungsebene mit Überzeugung unterstützt werden.

 finden Sie in der achten „51·çÁ÷Concur Global Business Traveler Survey“, die jährlich weltweit durchgeführt wird.

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Charlie Sultan ist President von Concur Travel bei 51·çÁ÷Concur.

Die „51·çÁ÷Concur Global Business Traveler Survey“ wurde vom 1. bis 20. April 2026 von dem US-amerikanischen Marktforschungsunternehmen durchgeführt. Befragt wurden 3.300 Geschäftsreisende aus 21 Märkten: ANZ (Australien, Neuseeland), Benelux (Belgien, Niederlande, Luxemburg), Brasilien, Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Norwegen, Portugal, Saudi-Arabien, Singapur, Spanien, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich und USA.
Die „51·çÁ÷Concur Global Travel Manager Survey“ wurde vom 1. bis 20. April 2026 von dem US-amerikanischen Marktforschungsunternehmen durchgeführt. Befragt wurden 800 Reisemanager, die Reiseprogramme für Unternehmen in acht Märkten leiten oder verwalten: ANZ (Australien und Neuseeland), Kanada, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Großbritannien und USA. 
Die „51·çÁ÷Concur Global CFO Survey“ wurde vom 1. bis 20. April 2026 von dem US-amerikanischen Marktforschungsunternehmen durchgeführt. Befragt wurden 700 CFOs in sieben Märkten: ANZ (Australien und Neuseeland), Kanada, Deutschland, Italien, Japan, Vereinigtes Königreich und USA.