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Die Produktivität, die in der Regel als Leistung pro Arbeitsstunde gemessen wird, gilt als wichtigster langfristiger Treiber für ein höheres Einkommen und einen besseren Lebensstandard. Sowohl in den USA als auch in Europa fällt der ±Ê°ù´Ç»å³Ü°ì³Ù¾±±¹¾±³Ùä³Ù²õ³ú³Ü·É²¹³¦³ó²õ seit Mitte der 2000-er Jahre jedoch schwächer aus als in früheren Jahrzehnten.

Inzwischen sehen viele Wirtschaftsexperten und politische Entscheidungsträger künstliche Intelligenz (KI) als potenziellen Katalysator an, um diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken. KI, insbesondere die zunehmende Nutzung von generativer KI und KI-Agenten, dürfte die nächste Phase des Produktivitätswachstums in Industrieländern – wie zum Beispiel die USA und Länder in Europa – entscheidend prägen.

Die Kernfrage für Führungskräfte ist nicht, ob KI eine zentrale Rolle spielen wird, sondern wie groß die Produktivitätssteigerungen sein werden, wie schnell sie sich einstellen und welche Regionen am meisten davon profitieren.

±Ê°ù´Ç»å³Ü°ì³Ù¾±±¹¾±³Ùä³Ù²õ³ú³Ü·É²¹³¦³ó²õ durch KI

Die (OECD) geht davon aus, dass die Arbeitsproduktivität in Industrieländern durch KI jährlich um etwa 0,4 bis 1,3 Prozentpunkte steigen könnte, je nachdem, wie intensiv und branchendeckend KI genutzt wird. Diese Steigerungen wären signifikant, da selbst ein zusätzlicher halber Prozentpunkt jährlichen Wachstums über ein Jahrzehnt hinweg einen erheblichen Gesamteffekt hat.

Die OECD und andere Wirtschaftsexperten betonen jedoch, dass die Ergebnisse nicht nur von der Technologie abhängen, sondern vor allem von zusätzlichen Investitionen in die digitale Infrastruktur, der Weiterbildung der Belegschaft und organisatorischen Änderungen.

Zwischen 1995 und 2019 stieg die Arbeitsproduktivität in den USA jährlich um 2,1 Prozent im Vergleich zu 1 Prozent in Europa. Diese Diskrepanz ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Unternehmen in den USA offensiver in die Informations- und Kommunikationstechnologie sowie andere Technologien investierten, während man in Europa stärkeren gesetzlichen Vorschriften und anderen Faktoren unterlag.

Im Hinblick auf Produktivitätsgewinne durch den Einsatz von KI sind die Erwartungen in den USA nach wie vor höher als in Europa. Schätzungen des Analystenhauses zufolge könnte die Arbeitsproduktivität in den USA durch die Nutzung generativer KI um rund 1 bis 1,5 Prozentpunkte pro Jahr steigen.

Diese Prognose basiert auf mehreren strukturellen Faktoren: Die USA verfügen zum einen über ein umfassendes Technologie-Ökosystem und nehmen in Bezug auf KI-Forschung und Risikokapital weltweit eine Vorreiterrolle ein. Zum anderen gibt es dort einen großen Dienstleistungssektor, in dem die Digitalisierung bereits weit fortgeschritten ist. Generative KI-Tools können hier schnell eingesetzt werden, zum Beispiel im Finanzwesen, in der Beratung und im IT-Bereich.

Produktivitätssteigerungen durch Joule Agents und intelligente Funktionen von 51·çÁ÷in jedem Workflow

Agentenbasierte KI

Sowohl in Europa als auch in den USA stellen KI-Agenten einen besonders wichtigen Trend dar. Im Gegensatz zu älteren Automatisierungstools, die separate Aufgaben abwickeln, sind KI-Agenten – zum Beispiel Joule Agents von 51·çÁ÷– darauf ausgelegt, Workflows mit mehreren Schritten zu planen, zu begründen und auszuführen. Ein Agent kann beispielsweise Kundenmeldungen koordinieren, Vorschläge für Antworten erstellen, Abfragen in Datenbanken ausführen, Probleme eskalieren und Systeme aktualisieren. Menschliches Eingreifen ist dabei nur bis zu einem gewissen Grad notwendig.

In wissensbasierten Branchen könnte diese Art der Workflow-Automatisierung die Leistung der einzelnen Mitarbeitenden erheblich steigern. Anstatt jedoch ganze Berufe zu ersetzen, könnten KI-Agenten den Zeitaufwand für sich wiederholende Verwaltungsaktivitäten und langwierige Aufgaben reduzieren. Mitarbeitende wären so in der Lage, sich auf wertschöpfende Analysen und Strategien zu konzentrieren sowie auf Tätigkeiten, die Kommunikationsvermögen erfordern.

Trotz Berichten über gescheiterte KI-Projekte in Unternehmen, bei denen es sich in der Regel eher um nachträglich aufgesetzte oder eigenständige KI-Pilotprojekte als um einen integrierten, ganzheitlichen Ansatz handelte, deuten jüngste Erkenntnisse aus den USA darauf hin, dass sich in einigen Branchen bereits Produktivitätszuwächse abzeichnen. Finanzinstitute beispielsweise konnten eine deutliche Effizienzsteigerung in Backoffice-Abläufen durch die Nutzung von KI verzeichnen.

Ebenso zeigen experimentelle Studien im Bereich Beratung, dass generative KI die Qualität und Geschwindigkeit steigern kann, insbesondere bei weniger erfahrenen Mitarbeitenden. So können Qualifikationslücken innerhalb von Teams effektiv geschlossen werden.

Aussichten für Wachstum im Europa dank KI

Die Aussichten für Produktivitätssteigerungen durch KI in Europa sind eher durchwachsen. Einem aktuellen zufolge würde der mittelfristige ±Ê°ù´Ç»å³Ü°ì³Ù¾±±¹¾±³Ùä³Ù²õ³ú³Ü·É²¹³¦³ó²õ durch KI allein je nach Land erheblich variieren. Für ganz Europa würde der Gesamtzuwachs mit etwa 1,1 Prozent in einem Zeitraum von fünf Jahren eher bescheiden ausfallen.

Der IWF legt jedoch nahe, dass mit wachstumsfördernden Reformmaßnahmen auf lange Sicht deutlich größere Zuwächse möglich sind. Genau wie die OECD betont der IWF, dass gesetzliche Rahmenbedingungen, Arbeitsmarktstrukturen und das Tempo der Technologieverbreitung einen großen Einfluss auf die Resultate haben werden.

Der Kurs Europas sowie das Ausmaß des finanziellen Nutzens durch das Wachstum von KI werden von mehreren strukturellen Unterschieden geprägt. Erstens geht die Einführung von KI in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in Europa einen größeren Anteil an der Wirtschaft ausmachen als in den USA, tendenziell langsamer vonstatten. Zweitens ist der digitale Markt Europas über Ländergrenzen, Sprachen und Rechtssysteme hinweg stärker fragmentiert, was die Ausweitung von Technologieplattformen erschweren kann. Und Drittens verfolgt die Europäische Union bei der Regulierung von KI einen vorsichtigeren Ansatz. Dies kann zwar bestimmte Risiken verringern, aber auch kurzfristige Produktivitätssteigerungen dämpfen, wenn gesetzliche Vorgaben die Einführung von KI verlangsamen.

Die Stärken Europas: KI-Agenten eingebettet in industrielle Systeme

Doch Europa hat auch seine Stärken und ist beispielsweise führend in der modernen Fertigung und Industrietechnik. In diesen Bereichen könnten KI-gestützte Optimierungsmaßnahmen, Robotertechnik und vorausschauende Instandhaltung die Kapitalproduktivität erhöhen. KI-Agenten, die in industrielle Systeme eingebettet sind, könnten die Effizienz in der Lieferkette deutlich verbessern und Ausfallzeiten reduzieren.

Wie SAP-Führungskräfte betont haben, verfügt Europa zudem über ein enormes Volumen an strukturierten Geschäfts- und Fertigungsdaten, die für zuverlässige und effektive KI-Systeme sowie das Vertrauen in KI-Agenten unerlässlich sind.

Wenn die Umsetzung von KI in Fertigungs- und Energiesystemen beschleunigt wird und europäische Unternehmen die Chance nutzen, mithilfe ihrer Geschäftsdaten hochentwickelte KI-Agenten und -Apps zu entwickeln, könnte Europa mittelfristig deutlich höhere Produktivitätssteigerungen verzeichnen. Durch den internen Einsatz von KI-Tools konnte die 51·çÁ÷beispielsweise die Produktivität der eigenen Entwicklungsabteilungen bereits deutlich steigern.

Flexibler Arbeitsmarkt

Die Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes ist sowohl in den USA als auch in Europa ein entscheidender Faktor. Historisch gesehen ist der US-Arbeitsmarkt flexibler und durch häufigere Arbeitsplatzwechsel sowie eine größere berufliche Mobilität geprägt. Diese Flexibilität ermöglicht es, Beschäftigte schneller in Rollen umzugliedern, in denen KI Unterstützung bietet, was die Produktivität steigern kann. Eine effektivere Umschulung der Belegschaft könnte die Produktivität zusätzlich erhöhen.

Wie die (BIZ) anmerkte, werden sich die Produktivitätseffekte durch KI wahrscheinlich nicht automatisch einstellen. ±Ê°ù´Ç»å³Ü°ì³Ù¾±±¹¾±³Ùä³Ù²õ³ú³Ü·É²¹³¦³ó²õ durch KI hängt von zusätzlichen Investitionen in die Kompetenzen von Mitarbeitenden, Managementpraktiken und die digitale Infrastruktur ab. Die BIZ warnt außerdem, dass KI-Tools ohne diese Investitionen eventuell nur zu geringfügigen Effizienzsteigerungen führen würden.

Erfahrungen mit früheren Querschnittstechnologien wie Elektrizität und IT zeigen, dass sich Produktivitätssteigerungen erst dann einstellen, wenn Unternehmen Prozesse umgestalten, um neue Möglichkeiten auszuschöpfen, und anstatt eines fragmentarischen Ansatzes ein ganzheitliches Konzept für die Umsetzung verfolgen.

KI ist keine Blase

Während einige Anleger Bedenken über eine KI-Blase geäußert haben, liegen die Gesamtausgaben für KI in den USA immer noch unter 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Laut Joseph Briggs, Senior Global Economist bei Goldman Sachs, liegen die Ausgaben somit weit unter historischen Investitionszyklen. Zum Vergleich: In der Vergangenheit lagen die Investitionen in Infrastrukturen wie IT, Eisenbahnen und Schifffahrtskanäle in der Regel bei 2 bis 5 Prozent des BIP.

Ähnlich wie diese vergangenen Investitionsmaßnahmen dürfte KI – insbesondere agentenbasierte KI – in den Regionen und Branchen, die das Potenzial von KI voll ausschöpfen, für ein deutliches Produktivitätswachstum und einen entsprechenden Anstieg des BIP sorgen.

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