Kunden und interne Experten diskutierten diese Woche auf der über die „Experience Economy“.
Verbraucher haben eine ganz einfache Sicht auf Kundenerlebnisse. Ob sie Essen gehen oder eine Kundendienst-Hotline anrufen, jegliche Interaktion kann nach einem Fünf-Sterne-System bewertet werden. Damit lässt sich die Qualität einer einzelnen Interaktion mit einem UnterÂnehmen effektiv auf den Punkt bringen. In der „Experience Economy“ sind Fünf-Sterne-Erlebnisse kein Luxus, sondern der erwartete Standard. Damit ist jedes Unternehmen gefordert, attraktive, außergewöhnliche Kontaktpunkte zu bieten – fehlen diese, so wandern potenzielle Fürsprecher schnell zur Konkurrenz ab.
Doch die Entwicklung eines Fünf-Sterne-Kundenerlebnisses stellt für viele Unternehmen eine Herausforderung dar, weil sie immer noch keinen umfassenden, genauen Einblick darin haben, wie erfolgreich ihre Kundenerlebnis-Strategie ist.
Tatsächlich glauben 80 Prozent der CEOs, dass sie Kunden ein erstklassiges Erlebnis bieten, doch nur 8 Prozent ihrer Kunden sind der gleichen Meinung. Das ist eine gewaltige Kluft, die wir als „Erlebnis-Lücke“ bezeichnen. Alles, was die IT-Branche bisher unternommen hat, um diese Lücke zu schließen, liefert nur bruchstückhafte Antworten.
Fünf Leitprinzipien für die Experience EconomyÂ
Wenn Unternehmen konsequent Fünf-Sterne-Erlebnisse entwickeln wollen, müssen sie fünf Leitprinzipien umsetzen:
- Personalisierung. Auf allen Kanälen, ob physisch oder digital, muss jede Interaktion perfekt auf die Person am anderen Ende zugeschnitten sein, und für den Kunden muss es sich genau so anfühlen.
- Vertrauen. Ein überragendes Kundenerlebnis beginnt mit einer soliden Grundlage an Daten, die von den Kunden gesammelt wurden, und Unternehmen müssen diese Daten respektvoll behandeln.
- Empathie. Es ist das Einfühlungsvermögen, das zwischenmenschliche Verbindungen so stark macht. Unternehmen müssen die Stimme des Kunden einbeziehen und sein Feedback proaktiv umzusetzen.
- Sofort liefern. Mithilfe von Technologie können Unternehmen Mehrwert für Kunden in Echtzeit schaffen. Und das beginnt damit, die Nachfragekette mit der Lieferkette zu verknüpfen.
- Engagement. Engagierte Mitarbeiter sorgen für engagierte Kunden. Es geht immer um Menschen.
So lässt sich die optimale Customer Experience verwirklichen
- Durch die entschlossene Unterstützung durch die Führungsebene. Customer-Experience-Programme müssen vom CEO angeführt werden.
- Durch transparente Einsicht in wichtige Daten im gesamten Unternehmen.
- Durch eine Plattform, die es ermöglicht, Marketing-, Vertriebs- und Kundendienstaktivitäten miteinander zu vernetzen.
Die Ausgangsbasis für die Entwicklung eines Fünf-Sterne-Kundenerlebnisses sind Daten, die unternehmensweit frei ausgetauscht werden. Als Erstes braucht man Experience-Daten (X-Data). Das sind Informationen darüber, was die Kunden über das Unternehmen denken oder mit wie vielen Sternen sie es bewerten. Dann braucht man operative Daten (O-Data), das heißt eine zahlenmäßige Aufschlüsselung der Vorgänge, auf denen die Bewertung basiert. Das Verständnis der X- und O-Daten im Zusammenspiel bildet die Grundlage für die Schaffung eines Fünf-Sterne-Erlebnisses. Diese umfassende Sicht hilft dabei, die Erlebnis-Lücke zu schließen und den Erwartungen von Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen gerecht zu werden.
Auf der diskutierten diese Woche Kunden- und interne Experten mit mir über die „Experience Economy“, die Rolle von X- und O-Daten und Wege zum Fünf-Sterne-Unternehmen. Das Fazit: Gut sein ist heute nicht mehr gut genug. Wer in unserer heutigen Welt der ständigen Vernetzung keine fünf Sterne bekommt, verliert nicht nur Vertrauen, sondern auch Kunden.
Weitere Informationen:
Aufzeichnung der von Alex Atzberger


